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Es muss nicht immer Parkett sein: Ein Boden aus Laminat zaubert eine natürliche und wohnliche Optik in die eigenen vier Wände, die sich kaum von Echtholz unterscheidet. Gerade für die erste Wohnung ganz normal. Im Unterschied zum Parkett ist das Laminat allerdings deutlich widerstandsfähiger und günstiger. Eine Frage stellt sich allerdings dennoch: Sollte der Boden selbst oder von einem Profi verlegt werden?

Große Fugen erhöhen Empfindlichkeit gegenüber Flüssigkeiten

Die Robustheit von Laminat wurde bereits erwähnt, sie gilt aber vor allem gegenüber mechanischen Belastungen. Problematischer ist in diesem Zusammenhang das Verschütten von Flüssigkeiten. Die einzelnen Bodenbretter werden heute üblicherweise nicht mehr miteinander verleimt, sondern als Klick-Laminat einfach ineinandergesteckt. Dadurch vereinfacht sich das Verlegen zwar, doch die Fugen werden nicht durch den Leim ausgefüllt. Hier kommt die handwerkliche Qualität der Arbeit mit ins Spiel: Fachleute können sicherstellen, dass an der Längsseite keine zusätzlichen, übergroßen Spalte entstehen. Wird hier unsauber gearbeitet, ist das Laminat noch empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit; Flüssigkeiten können leichter eindringen. Die Bildung großer Fugen, die aus einer falschen Technik beim Zusammenfügen der Bretter resultiert, ist einer der häufigsten Fehler beim Laminat verlegen. Dieser Fehler sorgt aber nicht für die Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit und das daraus entstehende Aufquellen der Bretter, sondern zusätzlich noch für eine unschöne Optik. Wer gerade in seinen neuen Boden investiert hat, wird sich über diese Mängel natürlich ärgern. Das Fatale dabei: Ein einziges falsch verlegtes Brett sorgt dafür, dass auch alle nachfolgenden Bretter von dieser Fugenbildung betroffen sein können. Eine ganz andere Fuge ist hingegen wichtig, auch wenn viele Hobby-Heimwerker sie gerne vergessen: Die Dehnungsfuge zur Wand stellt sicher, dass sich der Boden der bei Erwärmung ausdehnen kann. Obwohl wenn das Dekor auf dem Laminat ein Kunstprodukt ist: Auch beim Laminat handelt es sich um echtes Holz, welches sich bei Erwärmung stark ausdehnt.

Das kostet die Verlegung vom Fachmann

Wer sich diese Arbeit selbst nicht zutraut, sollte den Boden besser von einem Fachmann verlegen lassen. Die Kosten für die Arbeit können je nach Unternehmen und Region stark variieren. Generell müssen für die Leistungen zwischen 15 und 35 Euro je Quadratmeter einkalkuliert werden. Ein Verlegen von Sockelleisten kostet dabei zusätzlich etwa 5 bis 10 Euro je laufenden Meter. Damit kann also pauschal angenommen werden, dass sich die Kosten für den Boden in etwa erhöhen, denn für das Laminat selbst müssen ebenso rund 10 bis 30 Euro je Quadratmeter einkalkuliert werden. Generell sind die Mehrkosten für stilbewusste Laminatböden von Fachanbietern, wie meister.com, gerechtfertigt, weil die erhöhte Abriebfestigkeit für eine entsprechend größere Lebensdauer sorgt.

Werkzeug vorhanden?

Ein weiteres Kriterium bei der Frage, ob der Boden selbst oder durch einen Profi verlegt werden soll, ist die vorhandene Werkzeugausrüstung: Neben einfachen Utensilien wie einer Richtlatte und einem Zollstock werden auch ein Schlagholz, Hammer und Kreissäge benötigt. Alternativ kann auch eine Stichsäge verwendet werden, die allerdings weniger saubere Zuschnitte ermöglicht. Ist von diesem Werkzeug nichts vorhanden, und wird es auch nicht für weitere Anwendungen benötigt, ist der Sinn der Anschaffung fraglich. So zeigt sich am Ende: Ganz so einfach ist die Entscheidung, ob die Verlegung durch einen Fachmann oder in Eigenarbeit stattfinden sollte, nicht zu treffen.

Bildquelle © Rainer Sturm  / pixelio.de