Kaum zu Hause ausgezogen werden diverse Anschaffungen fällig, da der erste Hausstand sofort aufgebaut werden muss. Auch im Schlafzimmer tut sich einiges, denn alte Jugendbetten in 90×200 cm sind zu klein und die Matratze ist meistens durchgelegen. Neben der Wahl des passenden Bettes ist ein Umzug für viele Menschen mit einem Matratzenkauf verbunden. Neues Heim, besserer Schlaf! Da der Matratzenkauf schnell unübersichtlich werden kann, sollte man sich vorab über einige Dinge bewusst sein.

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Erste Planung beim Matratzenkauf

Wieviel Budget habe ich für die neue Matratze?

Das Schlafzimmer ist nicht der einzige Ort, der Budget benötigt, deswegen sollte man sich ein Limit setzen, damit man die anderen Anschaffungen nicht nach hinten stellen muss.

Wie groß soll das neue Bett sein?

Üblich ist ein Sprung von 90×200 cm auf 140×200 cm. Beide Größen sind beliebt, die 140er Breite allerdings optimal, um auch auf kleinem Platz bequem und kuschelig zu zweit schlafen zu können. Wer mehr Platz und Budget hat kann auch größer denken.

Wie hoch darf die neue Matratze sein?

Für diese Information sollte man zuerst wissen, wie es um die Einlegetiefe des neuen Bettes bestellt ist. Zuerst kommt der Lattenrost ins Bett und dann die Matratze. Wer genau weiß wieviel Höhe nach dem Einlegen des Lattenrostes übrig bleibt, kann seine Wunschhöhe exakter bestimmen, denn das Auge möchte ja auch erfreut werden.

Stationärer Einzelhandel oder Onlinekauf?

Beides hat Vor- und Nachteile. Beim Einzelhändler kann man vor Ort probeliegen, aber i.d.R leider zu kurz und somit kaum aussagekräftig. Fachkundiges Personal berät gerne und weiß, dass die Auswahl der richtigen Matratze zeitintensiv sein kann. In Onlineshops wie BettenRiese.de kann man Matratzen von zu Hause aus in Ruhe aussuchen und sich über einen Berater passende Vorschläge anzeigen lassen. Der Versand ist gratis und risikolos probeschlafen kann man auch.

Wie schnell brauche ich die Matratze?

Unbedingt rechtzeitig planen, denn nicht immer ist die gewünschte Matratze in der Wunschgröße direkt verfügbar.

Das sind die Basics

Eine beste Matratze gibt es nicht, denn das Liegeempfinden ist so individuell wie die Menschen selbst. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Kernqualitäten, entweder aus Schaum oder Federkern sowie Funktionsbezüge mit unterschiedlichen Eigenschaften. Dazu gesellen sich Härtegrade, Liegezonen und Eignungen z.B. bei Hausstauballergie. Schauen wir uns die Qualitäten an:

Matratzen aus Schaumstoff

Hierzu gehören Komfortschaum-, Kaltschaum-, Visco- und Gelschaummatratzen. Punktelastisch sind sie alle. Das bedeutet, dass das Material nur dort nachgibt, wo Druck durch den aufliegenden Körper entsteht. Dadurch passt sich das Material gut an, die Wirbelsäule liegt gerade und kann sich entspannen. Ferner gelten Matratzen aus Visco und Gel als druckentlastend, da das Material sich millimetergenau anpasst. Bei Schaumstoffen sollte man immer auf das Raumgewicht achten, denn es gibt Aufschluss über die Menge des verarbeiteten Materials. Mehr Raumgewicht bedeutet längere Haltbarkeit! Wirklich gute Schaumstoffmatratzen beginnen bei einem Raumgewicht von ca. RG40. Wer sehr leicht ist, kann auch ab RG35 kaufen. Kaltschaummatratzen gelten derzeit als die beliebteste Matratzenart in Deutschland, denn sie sind oftmals preisgünstig und sehr leicht zu wenden.

Matratzen mit Federkern

Hier gibt es den klassischen Bonnellfederkern sowie den sogenannten Taschenfederkern. Beide Varianten unterscheiden sich deutlich, denn Bonnell ist besonders günstig und flächenelastisch, bringt aber nur selten wirklich guten Komfort. Die Matratze schwingt bei jeder Bewegung komplett mit. Taschenfederkerne sind punktelastisch und passen sich optimal an den Körper an, da die Federn einzeln stehen und nicht miteinander verbunden sind. Die Anzahl der Federn gibt Aufschluss über die zu erwartende Qualität. Mir rund 500 Federn bei einer 90×200 Matratze ist man für die erste eigene Wohnung gut beraten. Federkernmatratzen sind deutlich schwerer als Matratzen aus Schaumstoff bieten allerdings eine sehr gute Belüftung. Wer nachts schwitzt, trifft hier eine gute Entscheidung.

Liegezonen und Härtegrade bei Matratzen

Meistens sind die Kerne in Zonen eingeteilt, die unterschiedliche Körperregionen, z.B. Becken, Schultern, Kopf berücksichtigen. Branchenüblich sind sieben Zonen, aber auch fünf Zonen reichen natürlich aus. Die Experten der Stiftung Warentest halten allerdings lediglich 3 Zonen für sinnvoll. Ferner verfügen Matratzen über einen sogenannten Härtegrad (H1 – H5) für den es leider keine einheitliche Norm gibt. Die meisten Menschen entscheiden sich für H2 (bis ca. 80 kg) oder H3 (bis ca. 110 kg). Je höher der Härtegrad, desto mehr Raumgewicht sollte der Schaum haben, da die Gewichtsbelastung und somit die Abnutzung höher ist. Einige Hersteller unterteilen auch in weich, mittel und fest. Matratzenbezüge machen ca. 1-2 cm der Matratzenhöhe aus. Sie sollten elastisch, bei mindestens 60 Grad waschbar sein und im Idealfall ist der Bezug sogar teilbar, falls die Waschmaschine nur ein kleines bis normales Füllvolumen hat. Wer viel schwitzt oder unter einer Staubmilbenallergie leidet sollte auf spezielle Textilveredelungen und ggf. sogar kochfeste Bezüge in Betracht ziehen.

Matratzen müssen getestet werden können

Matratzen sollte man ausgiebig testen. Das geht im Ladengeschäft meist nicht oder man darf die Schutzfolie nicht entfernen. Daher ist der Onlinekauf eine gute Wahl. Man kann im eigenen Bett gründlich probeliegen und schlafen, ganz ohne Folie und unter realen Gegebenheiten. Viele Shops nehmen Retouren auch nach vielen Wochen entgegen, falls man partout nicht gut schlafen kann. Da man beim Umzug viel zu tun hat, wird die Matratze geliefert und man erspart sich den Transport.

Bildrechte © Antonioguillem @ fotolia.com

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