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Viele junge Menschen tappen beim Umzug in die erste eigene Wohnung in die gleiche Falle: Da sie nur ein schmales Budget für den Möbelkauf zur Verfügung haben, greifen sie gerne zu Billigmöbeln – Hauptsache die Wohnung ist ausgestattet. Dies erweist sich auf längere Sicht jedoch als kostspieliger Fehler.

Billige Möbel leben nicht lange

Der beim Schweden gekaufte neue und mühevoll zusammengeschraubte Kleiderschrank fängt nach drei Monaten an zu wackeln, während Omas Eichenschrank auch nach hundert Jahren noch grundsolide dasteht. Warum? Der Eichenschrank hat Oma und Opa als junge Leute mehrere Monatsgehälter gekostet und wurde in sorgfältiger Handarbeit von einem Schreiner hergestellt. Der moderne Billigschrank besteht dagegen meist aus einfachen Spanplatten, die geklebt und geschraubt werden. Allein in Deutschland werden jedes Jahr über vier Millionen Kubikmeter Spanplatten produziert, die meisten davon für die Möbelherstellung.

Selbst wenn der Billigschrank bei sorgfältiger Pflege einige Jahre hält, erwacht doch relativ schnell der Wunsch nach „schöneren“ Möbeln in den eigenen vier Wänden. Das magere Einstiegsgehalt der ersten Jahre ist üppig gestiegen und statt dem schlichten Futon oder der Spanplatten-Regalwand sollen nun doch hochwertigere Möbel, bevorzugt in einem bestimmten Wohnstil, her. Also wird die ganze Einrichtung ausgetauscht und für die billigen Erstmöbel gibt es mit etwas Glück noch ein paar Euro auf dem Flohmarkt.

Basiseinrichtung Schritt für Schritt aufbauen

Da ist es sinnvoller, die eigene Basiseinrichtung langsam, aber von Anfang an mit hochwertigen Möbeln aufzubauen. Es muss dabei nicht gleich das Designersofa für 5.000 Euro sein. Auch Anbieter wie das süddeutsche Möbelhaus Inhofer und vergleichbare Möbelhäuser in anderen Regionen bieten gute Möbel zu günstigsten Preisen. Es lohnt sich also, über den blau-gelben Tellerrand hinauszuschauen und den örtlichen Möbelhäusern eine Chance zu geben um das Sofa der Träume oder eine wunderschöne Vitrine für die Sammlung von Überraschungseierfiguren zu finden. Reicht das Budget nicht gleich für die komplette Ausstattung der ersten Wohnung, ist das kein Beinbruch: So kann für das Schlafzimmer das heiß ersehnte bequeme Boxspringbett direkt gekauft werden, während die Kleidung eben noch einige Monate im alten mitgebrachten Schrank aus dem Jugendzimmer daheim hängt.

WohnungseinrichtungÄltere Möbel für den Übergang umgestalten

Im Wohnzimmer tut es die vom Großonkel geerbte Ledercouch noch ein Jahr, wenn zuerst ein neuer großer Plasmafernseher für den Heimkino-Genuss und die Spielkonsole gekauft wird. Selbst wenn die Couch nicht gerade ansehnlich ist und so gar nicht zum eigenen Geschmack passt, lässt sich doch vieles für eine längere Übergangsphase herrichten. Das abgenutzte dunkelbraune Leder kann beispielsweise unter einer farbenfrohen Häkeldecke oder einem weißem kuscheligen Fell verschwinden. Omas Eichenschrank, der irgendwann einmal in scheußlichem dunkelgrün gestrichen wurde, kann abgebeizt und neu gestrichen werden. Im Internet gibt es vielfältige Anleitungen für kunstvolle Bauernmalerei, um einem Schrank neues Leben einzuhauchen. Möglicherweise wird das Endergebnis so gut, dass der Schrank dann einen dauerhaften Platz in der eigenen Wohnung findet.

Aufs Bauchgefühl statt auf Trends hören

Ein letzter Tipp für den ersten Möbelkauf: Es ist immer besser, auf das eigene Bauchgefühl zu hören als Trends nachzulaufen. Wer schon immer einen Hang zu verspielten Rüschen, Blumenmustern und Pastellfarben hatte, sollte sich keine schwarzen Ledermöbel und chromglänzenden Regale kaufen, weil gerade mal wieder skandinavischer Minimalstil angesagt ist. Und wer sich nach mehreren Asien-Reisen einen Hauch von Indien oder Thailand mit bunten Kissen, Wandvorhängen und asiatischen Kleinmöbeln in die Wohnung holen möchte, sollte dies getrost tun und nicht Angst vor Muttis Gemecker oder spöttischen Bemerkungen doch lieber auf eine „seriöse“ Einrichtung setzen. Sollte sich der Geschmack doch irgendwann wieder ändern, finden hochwertige Möbelstücke und Accessoires schnell einen neuen Abnehmer.

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