Wohnen ohne Internetanschluss? Selbst in den konservativsten, sparsamsten Haushalten völlig undenkbar. Doch welcher Tarif ist der richtige? Welche Bandbreiten stehen zur Verfügung? Wer zum ersten Mal einen Internetanschluss bestellt, wird mit diesen Fragen konfrontiert. Zum Glück ist der Markt nicht halb so kompliziert wie er auf den ersten Blick aussieht.

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Ist mein Gebiet bereits ausgebaut?

Wie schon bei Strom und anderen Fixkosten empfiehlt sich zunächst ein Blick auf die Marktlage per Online-Vergleich. Wichtig dabei: die Postleitzahl. Denn seitdem der Glasfaserausbau vor einigen Jahren begann, sind nicht alle Wohngegenden unter der Erde gleich gut ausgestattet. Die genaue Adresse ist somit die Voraussetzung, um sehen zu können, welche Anschlussart möglich ist.

Nach dem Verfügbarkeitscheck geht es an die Tarifauswahl. Neben den vier bekanntesten Providern (Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus) gibt es eine Vielzahl an städtischen Anbietern und zahlreiche Discounter. Das Angebot ist dementsprechend groß, oder besser gesagt riesig, doch im Endeffekt spielt der Anbieter jedoch kaum eine Rolle: Preis, Bandbreite und Zusatz-Features wie eine Telefon-Flatrate sind die einzigen wichtigen Kriterien. Es bietet sich also an, weniger auf Namen als auf nackte Zahlen zu achten. Dazu einige Beispiele:

  • Eine DSL-Flatrate mit 16 Mbit/s ist bereits für 20 Euro zu haben – inklusive Telefon-Flatrate.
  • Oberhalb von 16 Mbit/s beginnt das Glasfaser-Internet. 25 Mbit/s gelten als Einstiegsmodell, auch diese Geschwindigkeit gibt es bereits für rund 20 Euro.
  • Mit 50 Mbit/s liegt man bereits im High-Performance-Bereich. Dieser wird jedoch immer mehr zum Standard, wie die Angebote zeigen. Tarife für etwa 25 Euro inklusive Telefon-Flatrate sind längst keine Seltenheit mehr.
  • Das obere Ende der Geschwindigkeit liegt derzeit bei 100 Mbit/s. Das ist deutlich mehr als die meisten User benötigen, allerdings sind die Preisunterschiede zu langsameren Tarife erstaunlich gering. So gibt es All-in-Flat-Tarife dieser Stufe für weniger als 30 Euro monatlich.

Internet und Telefon

Preis-Leistung-Anforderungen abwägen

Anhand dieser Beispiele wird ein altes Phänomen in Sachen Internetzugang erneut deutlich: Meistens lohnt es sich, auf die maximale Geschwindigkeit zu gehen, da das Preis-Leistungs-Verhältnis dort mit Abstand am besten ist. Wer das Internet lediglich zum Surfen und Mails schreiben benötigt, der wird keinen Unterschied zwischen 16 und 100 Mbit/s bemerken – beim Download großer Dateien allerdings schon, und beim Streamen erst recht. Die pauschale Empfehlung in Richtung Hochgeschwindigkeits-DSL gilt deswegen umso mehr; alleine schon, um damit für die nächsten Jahre gut ausgestattet zu sein.

Bild: © istock.com/bjdlzx

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