Der Auszug bei den Eltern, ob zur Ausbildung oder zum Studium, ist für jeden jungen Menschen etwas ganz besonderes und markiert den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Neben den neu gewonnen Freiheiten kommen aber auch einige Pflichten und Themen auf dich zu, mit denen du dich vielleicht vorher gar nicht beschäftigt hast. Deshalb geben wir dir eine kleine Checklist mit auf den Weg.

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An-/Ummelden

Relativ zügig solltest du dich an deinem neuen Wohnort beim Einwohnermeldeamt anmelden. Dazu bist du grundsätzlich verpflichtet und ein Nicht-Melden kann im schlimmsten Fall zu einem Bußgeld führen. Auch wenn die Behörden hier, was Fristen etc. betrifft, nicht mehr ganz so streng sind, solltest du das im Hinterkopf behalten. Außerdem profitierst du von der Anmeldung auch in vielerlei Hinsicht. So kannst du beispielsweise in deinem neuen Wohnort nur dann das Wahlrecht erhalten, wenn du ordnungsgemäß gemeldet bist.

Postsendungen

Wichtige Post, die bisher immer an dein Elternhaus zugestellt wurde, soll dich auch in deiner neuen Wohnung erreichen. Damit das geschieht, kannst du entweder alle wichtigen Personen und Institutionen über deine Adressänderung informieren oder alternativ bei der Deutschen Post einen Nachsendeauftrag einrichten, sodass Postsendungen automatisch umgeleitet werden und der Absender über die neue Adresse informiert wird.

GEZ und die Rundfunkgebühren

Nachdem du dich umgemeldet hast, wird früher oder später auch die GEZ auf dich zukommen und nach Rundfunkgebühren verlangen. Das Zahlen der Rundfunkbeiträge ist Pflicht, aber auch hier gibt es Ausnahmen, die zu beachten sind. Wenn du Ausbildungsförderung oder andere staatliche Unterstützung erhältst, kannst du dich von den Gebühren befreien lassen. Wohnst du in einer WG, musst du das bei der GEZ melden. Es reicht nämlich aus, wenn der Hauptmieter der Wohngemeinschaft zahlt und ihr euch die Kosten teilt. Dasselbe gilt natürlich, wenn du mit deiner Partnerin/deinem Partner zusammen lebst.

Wichtige Versicherungen

Sobald du ins eigene Leben startest, solltest du dir unbedingt auch Gedanken machen, welche Versicherungen du brauchst. Die wichtigsten drei sind: Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung und Hausratversicherung. Krankenversicherung musst du selbst zahlen, wenn du in einer Ausbildung bist, das 25. Lebensjahr erreichst oder wenn du als Student mit Minijobs die Einkommensgrenze von 450 Euro im Monat überschreitest. Ansonsten greift die Familienversicherung. Ähnlich verhält es sich mit der Haftpflicht, der Vorteil und Nutzen der Familienhaftpflicht wird hier von CosmosDirekt sehr gut erklärt. Die Hausratversicherung ist eher optional, hilft aber das eigene Hab und Gut im Schadenfall, beispielsweise durch einen Brand oder Überschwemmung, zu schützen.

Die Finanzen im Blick halten

Zu guter Letzt noch ein Ratschlag, den die Eltern einem schon mit auf den Weg gegeben haben als man noch fleißig auf sein erstes Sparbuch eingezahlt hat: Immer die eigenen Finanzen im Blick behalten. “Kann ich mir meine Wohnung leisten?”, “Kann ich diese Anschaffung stemmen?” etc. sind Fragen die man sich regelmäßig stellen sollte, um nicht in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Stelle dir am besten einen Finanzplan auf, um deiner Lebenssituation und Einkommen entsprechend zu handeln und im Idealfall Rücklagen zu bilden. Mit diesen kannst du entweder unvorhergesehene Kosten und Anschaffungen decken oder sie sinnvoll anlegen.

Auch wenn der Start ins eigene Leben mit der ersten eigenen Wohnung nicht immer einfach ist: Jeder wird ihn bewältigen. Außerdem stehen Familie, Freunde und auch das Internet gerne mit Rat und Tat zu Seite.

Bildrechte: Flickr IMG_1370 EladeManu CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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