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Beim Verwalten der eigenen Finanzen geht es in erster Linie darum, sich einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Damit es am Ende des Monats nicht knapp wird, sollte man als Student einen Finanzplan aufstellen. Denn Kosten wie Studiengebühren, Internet, Essen und Miete haben viel Einfluss darauf, was ein Studium tatsächlich kostet und was am Ende des Tages wirklich übrig bleibt. Einen solchen Finanzplan solltest du aufstellen, noch bevor das Geld in der Haushaltskasse knapp wird oder du dich in die finanzielle Abhängigkeit deiner Eltern begibst. Bereits mit einer einfachen Buchhaltung hast du deine finanzielle Situation stets im Blick.

Wie teuer das Leben eines Studenten ist

Wer soeben erst aus dem elterlichen Heim ausgezogen ist, hat in den meisten Fällen lediglich eine vage Vorstellung davon, wie viel Geld für Strom, Telefon, Kleidung und Essen benötigt wird. Hilfreich an dieser Stelle sind Veröffentlichungen des Deutschen Studentenwerks, welches sich im Rahmen einer Sozialerhebung mit der Frage befasst hat, wie hoch in der Bundesrepublik die durchschnittlichen Einnahmen und Ausgaben der Studenten in den unterschiedlichen Wohnorten ausfallen. Schließlich unterscheiden sich die Lebenshaltungskosten von Stadt zu Stadt teils beträchtlich. Weitere Informationen kannst du dir auch über den Mietspiegel sowie der jeweiligen Homepage der Universität verschaffen, etwa hinsichtlich der Höhe der Semesterbeiträge sowie der Studiengebühren. Das meiste Geld pro Monat geben Studenten statistisch gesehen und im Durchschnitt für folgende Positionen aus:

– Miete (ca. 281 Euro)
– Essen (ca. 159 Euro)
– Fahrten zur Hochschule und zu den Eltern (ca. 81 Euro)
– Ausgaben für Freizeit (ca. 63 Euro)
– Arztkosten und Krankenversicherung (ca. 59 Euro)
– Kleidung (ca. 51 Euro)
– Fernsehen, Internet und Telefon (ca. 35 Euro)
– Lernmittel und Bücher (ca. 33 Euro)

Hinzu gesellen sich die Studiengebühren, die je nach Bundesland und sogar von Uni zu Uni stark unterschiedlich ausfallen können. Die Bandbreite reicht hierbei von 300 bis zu mehreren tausend Euro (an Privatschulen) je Semester.

Wie du im Studium sparen kannst

Laut Sozialerhebung stehen durchschnittlichen Einnahmen von 812 Euro Ausgaben von 762 Euro gegenüber – Studiengebühren noch nicht einmal eingerechnet. Die eigenen Eltern steuern den Löwenanteil der Einnahmen bei, nämlich etwa die Hälfte. Es folgen die Einkünfte aus einer Nebentätigkeit sowie Bafög. Eine nur untergeordnete Rolle spielen Stipendien oder Studentenkredite. Abhängig von den Jobmöglichkeiten, den Lebenshaltungskosten sowie dem familiären Hintergrund, muss ein Teil der Studenten mit weniger als 400 Euro im Monat auskommen, während andere über 1.300 Euro zur Verfügung haben. Die Aufstellung eines Finanzplans erfordert demnach, dass du überschlägst, welche Mittel deine Eltern zur Verfügung stellen und wie viel Bafög du bekommst. Auch eventuelle Einnahmen aus Nebentätigkeiten sind zu berücksichtigen. Dies gilt auch für etwaige Ermäßigungen, die das Studentendasein finanziell erleichtern. Sparen kannst du etwa durch:

– Kostenloses Girokonto für Studenten (z.B.: Volkswagen)
– Rabatte für Zeitschriften- und Zeitungsabos
– Studententarife für Internet, Handy und Telefon
– Ticket-Ermäßigungen in Museen, Theater und Kinos mittels Studentenausweis
– Verbilligte Bahncard
– Antrag auf Gebührenerlass bei der GEZ
– Bücher gebraucht erwerben oder in der Bibliothek leihen statt neu zu kaufen
– Copyshop statt Bibliothekskopierer nutzen
– Mensa statt Restaurant
– Preisvergleiche bei Internet, Telefon, Gas und Strom nutzen

Bildquelle: Pixabay | stevepb