Zuschüsse & Finanzierung eigene Wohnung

Zuschüsse & Finanzierung eigene Wohnung

Finanzierung einer eigenen Wohnung: 11 Möglichkeiten

  • 5 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Damit du dir eine eigene Wohnung noch vor einer abgeschlossenen Ausbildung leisten kannst, bist du nicht nur auf eigenes Einkommen angewiesen, sondern vielmehr auch auf verschiedene Zuschüsse von staatlicher Seite. Nachfolgend erhältst du einen Überblick zur ersten Orientierung.

1. Lohn/Gehalt aus Festanstellung

Hierzu zählen alle Einkünfte aus einer Ausbildung oder Festanstellung. Im Idealfall kannst du hiermit bereits alle Fixkosten decken. Wie viel du letztlich verdienst, weißt natürlich nur du allein. Dies sollte auf alle Fälle deine größte Einnahmequelle sein. Außerdem bestimmt sie je nach Höhe alle weiteren alternativen Unterstützungen von staatlicher Seite. Beachte auch, dass ab einer bestimmten Grenze das Kindergeld wegfallen kann oder dein Einkommen sogar schon besteuert wird. Dies könnte besonders bei gutverdienenden Auszubildenden im Öffentlichen Dienst der Fall sein. Das würde bedeuten, dass eine gewöhnliche Industriekauffrau im Endeffekt auf dasselbe Gesamteinkommen kommen kann, obwohl sie schlechter verdient, dafür aber weniger Abgaben zahlt und gleichzeitig noch Kindergeld bekommt.

2. Ausbildungsvergütung

Als Auszubildender in einem Ausbildungsbetrieb hast du beste Chancen, innerhalb einer Ausbildung bereits ausziehen zu können. Kindergeld sowie Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Wohngeld können dein fehlendes, monatliches Budget ausgleichen. In der momentanen Corona-Pandemie gibt es eventuell auch die Möglichkeit, einen schon beantragten Mietzuschuss Corona (gemeint ist hier das Wohngeld) durch eine erleichterte Antragstellung und zügigere Auszahlung schneller zu erhalten.

3. Nebenjob(s)

Während der Ausbildung einem Nebenjob nachzugehen, ist nicht verkehrt. In diesem Fall musst du allerdings dein ausbildendes Unternehmen um Erlaubnis hinsichtlich des Nebenjobs bitten. Viele junge Menschen opfern ihre Freizeit, um damit z.B. ihre erste eigene Wohnung zu finanzieren. Ein Nebenjob macht besonders bei Studenten und Schülern Sinn. So können Mittel aus BAföG unterstützend aufgestockt werden oder bei dessen Ablehnung eher die Mindesteinkommensgrenze zu Wohngeld erreicht werden.

4. Der Unterhalt

Je nach finanzieller Situation kannst du von deinen Eltern Unterhalt verlangen. Sie sind zur Zahlung verpflichtet, bis du dein eigenes Geld verdienst und eine erste qualifizierte Berufsausbildung in der Tasche hast. Wie viel sie dir theoretisch zahlen müssten, erfährst du bei den jeweiligen Bedürftigkeitsprüfungen der Ämter (BAföG, BAB, Arge…).

5. Kindergeld

Solange du dich in einer Ausbildung befindest und nicht älter als 25 Jahre bist, sollte dir das monatliche Kindergeld so gut wie sicher sein. Somit ist es ein unverzichtbarer Einkommensfaktor von mindestens 219 Euro (Stand 2021), um die monatlichen Kosten einer eigenen Wohnung zu decken. Normalerweise sind deine Eltern kindergeldberechtigt, durch einen Weiterleitungsantrag kann es aber direkt an dich gezahlt werden. Solltest du für den Kindergeld-Bezug zu viel verdienen, sollte deine erste Wohnung bereits locker machbar sein.

6. BAföG

Das BAföG eignet sich dafür, nicht nur dein Studium, sondern unter Umständen gleichzeitig auch eine eigene Wohnung zu finanzieren. Ob dies funktioniert, hängt größtenteils auch davon ab, in welcher Höhe deine Eltern dir gegenüber unterhaltsfähig sind. Sind sie selbst nur Geringverdiener, stehen deine Chancen für den höchstmöglichen Bedarf nicht schlecht. Kindergeld steht dir währenddessen ebenfalls zu. Wohngeld dem Grund nach nicht, solltest du BAföG beziehen.

7. Schüler – BAföG

Für Schüler gibt es das sogenannte Schüler-BAföG, solange die Entfernung zum Elternhaus zu groß ist oder andere besondere Umstände dies erfordern. Denn im Gegensatz zum Studenten-BAföG spielt der Grund für deinen Bedarf durchaus eine Rolle, weil Schüler-BAföG ein Vollzuschuss ist, den du nicht zurückerstatten musst. Solange deine schulische Ausbildung dem Gesetz nach BAföG-förderungsfähig ist und deine Eltern nicht zu viel verdienen, bestehen bei triftigem Grund gute Chancen, dass du BAföG erhältst.

8. Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Die Berufsausbildungsbeihilfe gibt es nur bei einer betrieblichen Berufsausbildung mit entsprechender Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich hauptsächlich nach der Höhe deiner Vergütung, deinem Alter und der Einkommenssituation deiner Eltern. Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) und Wohngeld schließen sich gegenseitig aus. Der Kindergeldbedarf besteht weiterhin, hier muss allerdings genauer auf die Einkommensgrenze geachtet werden.

9. Mietzuschuss Ausbildung – Wohngeld eigene Wohnung

Wohngeld gibt es nur, wenn dem Grunde nach keine anderen Leistungen zustehen. Es kann ein entscheidender Mietzuschuss Ausbildung und damit eine Finanzierungsmöglichkeit zur ersten Wohnung sein. Dieser Mietzuschuss Ausbildung ist abhängig vom Gesamteinkommen und der Anzahl zu berücksichtigender Haushaltsmitglieder. Zudem ist die Gesamtmiete beim Thema erste gemeinsame Wohnung besonders zu beachten. Beantragt werden muss das Wohngeld in der örtlichen Wohngeldstelle. Hierbei sind auch unbedingt Mindesteinkommensgrenzen zu beachten.

10. Arbeitslosengeld 1 Zuschuss Wohnen – Sozialleistungen im Sinne von ALG I und II

ALG II gibt es nur in Ausnahmefällen, nämlich dann, wenn du keinen Anspruch auf BAföG (schulische Ausbildung/Studium) oder BAB (duale Ausbildung) hast. Dies möchte das Amt auch schriftlich bestätigt haben. Kannst du nachweisen, dass du keine Ansprüche auf andere Leistungen hast oder einer der Zuschüsse, die du bereits beziehst, zur Sicherung deines Lebensunterhaltes nicht ausreicht, kann ALG II bewilligt werden. Dies gilt auch bei Schülern. Unter bestimmten Voraussetzungen zahlt dir der Staat eine günstige Wohnung und auch eine Erstausstattung.

11. Bildungskredite und andere Darlehen

Die Finanzierung über Kredite wird nun zunehmend auch Geringverdienern wie Schülern, Auszubildenden und Studenten ermöglicht. Viele scheuen sich zwar davor, sich bereits in jungen Jahren zu verschulden. Doch wenn die Eltern zur Ersteinrichtung oder unterhaltsmäßig nicht viel beisteuern können und staatliche Zuschüsse verwehrt bleiben, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder nimmst du einen Kredit bei der Bank auf oder du lebst noch eine ganze Weile bei den Eltern, um ggf. etwas ansparen zu können.

Wichtig:

Um einen Kreditvertrag abzuschließen, musst du uneingeschränkt geschäftsfähig sein. Dies ist erst bei Volljährigkeit der Fall. Daher ist eine solche Finanzierung erst ab dem 18. Lebensjahr möglich.

 

Wo macht eine Kreditfinanzierung Sinn?

Ob du tatsächlich einen Kredit aufnehmen solltest, entscheidet sich vor allem daran, ob sie dir sozusagen als Mietzuschuss weiterhilft. Kreditfinanzierung ist sinnvoll, wenn sie z. B. für folgende Dinge genutzt wird:

– Finanzierung der Ersteinrichtung, wenn kaum Ersparnisse vorhanden sind und die Arge einen Zuschuss verweigert

– Finanzierung des Studiums oder schulischen Ausbildung mit eigener Wohnung, wenn alle staatlichen Hilfeleistungen abgelehnt wurden oder nur mit einem unzureichenden Betrag bezuschusst werden, sodass die Kosten nicht ausreichend gedeckt werden können

Finanzierungskredite für Schüler, Auszubildende und Studenten

Heute gibt es bereits für alle Situationen die passenden Kredite, auch bei keinem oder geringem Einkommen. Doch ein Mindestalter von 18 Jahren reicht den meisten Banken nicht, um einen Kredit zu bewilligen. Um an einen Kredit zu kommen, stellt die Bank die Frage nach einem regelmäßigen Einkommen. So wird kaum ein Schüler durch seine Nebenjobs so viel Geld verdienen, dass er damit ein pfändbares Einkommen erzielt. Also wird die Bank nach einer Bürgschaft der Eltern fragen. Leben deine Eltern in gesicherten Einkommensverhältnissen und müssen nicht eigene Verpflichtungen erfüllen, sind Banken zu einer Kreditvergabe bereit. Speziell für die junge Generation gibt es immer mehr Kredite, die die für Geringverdiener ohne eigenes Einkommen und Sicherheiten gedacht sind.

Fazit: Viele Wege führen nach Rom – oder in die eigene Wohnung

Idealerweise wird ein eigener Hausstand durch das Einkommen aus einem Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnis finanziert. Zu zweit lassen sich die Mietkosten noch einfacher stemmen. Ergänzend dazu sieht der Staat die eine oder andere Förderung und Unterstützung vor (Mietzuschuss Ausbildung oder Arbeitslosengeld 1 Zuschuss Wohnen). Ausgehend von deinen Einkommensverhältnissen und den finanziellen Möglichkeiten deiner Eltern solltest du auf jeden Fall versuchen, staatliche Unterstützung zu erhalten, um dir den Wunsch einer ersten eigenen Wohnung zu erfüllen. Für einen noch detaillierteren Überblick empfehle ich dir unseren Premium Zugang über ewongi.de

Unterhalt und eigene Wohnung: Was steht mir zu?

Unterhalt und eigene Wohnung: Was steht mir zu?

Unterhalt und eigene Wohnung: Was steht mir zu?

  • 8 Minuten Lesedauer

Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Unterhaltsberechtigt kann unter bestimmten familiären Bedingungen jeder sein, solange er zur Bestreitung des Lebensbedarfs die eigenen Mittel nicht mehr aufbringen kann. Jene Unterhaltsansprüche können z.B. zwischen Ehegatten oder Verwandten gerader Linie entstehen, sowie natürlich hauptsächlich für die Eltern gegenüber deren Kindern.

Rein rechtlich kannst du also mit der eigenen Wohnung von deinen Eltern Unterhalt verlangen, da sie bis zum Abschluss eines ersten qualifizierten Berufsabschlusses oder bis zum Erreichen des 25. Lebensjahres unter bestimmten Voraussetzungen für deinen Unterhalt verpflichtet sind.

Ab wann darf man eine eigene Wohnung bewohnen?

Ab 18 Jahren darfst du deinen Wohnsitz frei wählen. Soweit junge Erwachsene also finanziell auf eigenen Beinen stehen können, braucht es keine Einwilligung bzw. Erlaubnis seitens des Amtes oder der Eltern. Ganz egal ob du mit 18 noch Schüler, oder als arbeitssuchend gemeldet bist, du darfst grundsätzlich von zu Hause
ausziehen und eine eigene Wohnung mieten. Allerdings muss dieser dann dafür auch das Geld haben – die Eltern sind meist nicht verpflichtet, grundsätzlich eine eigene Bude zu finanzieren.

Welche Faktoren bestimmen den Unterhalt?

Finanzielle Unterstützung von der Agentur für Arbeit kannst du erhalten, wenn du deine erste Ausbildung startest und aus diesem Grund in deine erste eigene Wohnung ziehst. Dein Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe – kurz BAB – sollte erfolgreich sein, sofern diese Voraussetzungen erfüllt sind:

  • $Deine berufliche Situation, dein Alter, dein Einkommen
  • $Einkommen der Eltern
  • $Eigene Wohnung oder im Haushalt der Eltern lebend
  • $Insgesamt die Notwendigkeit, abhängig von 1.

Unterhalt: Minderjährige und volljährige Kinder

Bis zum 18. Lebensjahr sind deine Eltern zum Betreuungsunterhalt sowie Barunterhalt verpflichtet. Sind sie geschieden, trifft auf jedes Elternteil eine der beiden Pflichten zu. Das heißt derjenige Elternteil, der das Kind nicht betreut, ist automatisch bar unterhaltspflichtig. Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres erlischt der Anspruch auf Betreuung, außer du wohnst noch zu Hause und befindest dich in der ersten Ausbildung, welche zu einem qualifizierten Berufsabschluss führt. Bei Minderjährigen wird das eigene Nettoeinkommen dem Unterhaltsbedarfssatz nur zur Hälfte angerechnet, bei Volljährigen komplett.

Orientierungsphase nach der schulischen Ausbildung

Die Orientierungsphase beträgt nach Abschluss der allgemeinen Schulausbildung genau ein Jahr. Dadurch steht es dir als Kind frei, in dieser Zeit einen Job anzunehmen, ein freiwilliges soziales Jahr zu beginnen oder hierdurch ein Jahr im Ausland zu leben und eine fremde Sprache und Kultur kennen zu lernen.

Aber: Ist das FSJ (Freiwillige Soziale Jahr), oder eine andere Tätigkeit wie z.B. Auslandsaufenthalt, nicht Voraussetzung bzw. Bestandteil einer Ausbildung oder Studium, besteht zu dieser Zeit kein Anspruch auf Unterhalt. Natürlich können deine Eltern aber auch weiterhin freiwillig Unterhalt zahlen. Kindergeld steht dir während dieser Zeit auf jeden Fall zu, Wohngeld kann es ebenfalls geben. ALG II wird schwierig, da deine Eltern dir gegenüber als U25 ohne abgeschlossene Ausbildung dem Grunde nach unterhaltspflichtig sind. Einfach mal bei der Arge nachfragen.

Wenn eine eigene Wohnung aufgrund der Entfernung erforderlich ist

Wenn wegen einer Berufsausbildung oder eines Studiums ein Wohnungswechsel notwendig wird, müssen die Eltern Unterkunft und Lebensunterhalt in einer anderen Stadt finanzieren – soweit sie hierzu in der Lage sind. Mehr als 640 Euro müssen sie dafür allerdings in der Regel nicht pro Monat aufbringen.

Wann besteht nun grundsätzlich Barunterhaltsanspruch für eine eigene Wohnung?

  • $Betreuungs- und Barunterhaltsanspruch bis zum 18. Lebensjahr, wobei die Eltern dem Auszug zustimmen müssen
  • $Grundsätzlich während der allgemeinen Schulpflicht und bis zur ersten abgeschlossenen Berufsausbildung
  • $Ab dem 18. Lebensjahr während einer Ausbildung (Schule, duale Ausbildung oder Studium)
  • ?Jedoch maximal bis zum Erreichen des 25. Lebensjahres
  • $Während einer Übergangszeit von bis zu 3 Monaten
  • $Bei Abbruch einer Ausbildung innerhalb der einjährigen Orientierungsphase nach Beendigung der Schulpflicht (ab Hauptschule)
  • $Ein Studium nach abgeschlossener Erstausbildung, wenn dieses als Weiterbildung einzuordnen ist

Was passiert, wenn die Eltern keinen Unterhalt leisten können?

Du kannst dann BAföG oder BAB beantragen je nach beruflicher Situation bzw. dann steht dir mit großer Wahrscheinlichkeit was zu. Wenn eine eigene Wohnung vorliegt, zahlen die Bafög-Ämter einen höheren Satz. Das gilt auch für minderjährige Studenten. Warum die Kinder bei ihren Eltern ausgezogen sind, interessiert die Bafög-Ämter nicht. Sie fragen auch nicht, ob die Eltern am Studienort leben. Wer staatliche Ausbildungsförderung erhält und auszieht, muss das dem Amt nur mitteilen – und bekommt ab dem Monat des Auszugs mehr Geld vom Staat.

Was gilt bei ALG I / II ?

Arbeitssuchende und Geringverdiener unter 25 Jahren müssen sich für die räumliche Trennung von ihren finanziell bedürftigen Eltern, zunächst eine Erlaubnis vom
zuständigen Amt einholen. Wird keine Zustimmung eingeholt, so werden von den Ämtern auch keine Unterkunftskosten übernommen.

Moralische Werte: Ist dies überhaupt der richtige Weg?

Hierbei spielt auch die Moral eine nicht weniger bedeutsame Wertstellung. Du solltest dir im Klaren darüber sein, ob deine Eltern überhaupt in der Lage sind, dir monatlich Geld zukommen zu lassen, auch wenn dies die Ämter für angemessen
halten. Wenn sie selbst nur ein kleines Einkommen haben, wäre es nahezu dreist, noch Geld zu verlangen, damit sie dir deine Wohnung finanzieren. Nicht Wenige haben ihre Beziehung zu den Eltern stark strapaziert, weil sie auf Grundlage des Rechts darauf bestanden haben, Unterhalt zu bekommen. Sollte die Entfernung allerdings eine vom Elternhaus entfernte, eigene Bleibe voraussetzen, sieht dies schon anders aus.

Auch wenn die Eltern über den Freibeträgen liegen, können sie in der heutigen Zeit oft nicht allzu viel für die eigene Wohnung oder die Ausbildung beisteuern, da die Realität abseits der Freibeträge i.d.R. ganz anders aussieht.

Unterhalt: Bedarf und Berechnung nach Düsseldorfer Tabelle

Die Tabelle ist kein Gesetzt, sondern eher als Richtlinie zu sehen, welche auch bei Gericht herangezogen wird. Auch hier wird zum Großteil nur auf die relevanten Fakten bei einer eigenen Wohnung eingegangen, da es sonst den Rahmen sprengen würde.

Für volljährige Kinder, welche Anspruch auf Barunterhalt haben und eine eigene Wohnung mieten, oder wie du mieten wollen, beträgt der Unterhaltsbedarf 670 Euro monatlich, egal ob Schüler, Student, Azubi. Hierbei sind 280 € für Unterkunft mit Nebenkosten u. Heizkosten (Warmmiete) enthalten.

Wichtig: Das Kindergeld wird bei Minderjährigen hälftig, bei Volljährigen zu 100% angerechnet.

 

Nettoeinkommen des
Unterhaltspflichtigen in €

 

12-17

 

Ab 18

Bedarfskontrollbetrag    in €
Bis  1.900 497 € 530 €  
1.901 – 2.300 522 € 557 € 1.400
2.301 – 2.700 547 € 583 € 1.500
2.701 – 3.100 572 € 610 € 1.600
3.101 – 3.500 597 € 636 € 1.700
3.501 – 3.900 637 € 679 € 1.800
3.901 – 4.300 676 € 721 € 1.900
4.301 – 4.700 716 € 764 € 2.000
4.701 – 5.100 756 € 806 € 2.100
5.101 – 5.500 796 € 848 € 2.200

Diese Tabelle zeigt ja nach Gesamteinkommen (Netto) deiner Eltern (Linke Spalte) und deinem Alter (über oder unter 18 Jahren) deinen Unterhaltsbedarf. Dies nur zum besseren Verständnis, denn wenn du eine eigene Wohnung beziehen möchtest, zählt der Regelsatz von 670 €.

Das Kindergeld ist an Volljährige auszuzahlen und wird in voller Höhe auf den Bedarf angerechnet. Da kein Betreuungsunterhalt (zu Hause wohnen) mehr geleistet werden kann, ist beim volljährigen Kind die Barunterhaltspflicht auf beide Eltern zu verteilen.

Dein eigenes Einkommen wie Ausbildungsvergütung, sowie Halbwaisenrente oder Stipendien werden vollständig angerechnet und mindern die mögliche Unterhaltssumme. Gelegentliche Erwerbstätigkeiten nebenbei, z.B. bei Studenten, werden nicht einberechnet. Im Gegensatz dazu jedoch 450€ Jobs. Allerdings bleibt hiervon ein Teil für berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei, mindestens 60 Euro.

Doch wie wird nun der Unterhalt berechnet?

Nun wird es komplizierter.
Man ermittelt das bereinigte Nettoeinkommen jedes Elternteils, von dem jeweils der Selbstbehalt in Höhe von EUR 1.200,00 abgezogen wird. Ist der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig, beträgt der Selbstbehalt 960€. Von dem Bedarf von 670 € werden zunächst Kindergeld abgezogen, sowie weitere eigene Einkommen des Kindes, je nach dessen Anrechnung. Der daraus resultierende Betrag muss dann von den Eltern anteilig, je nach Einkommen, gezahlt werden. Allerdings nur, wenn nach Abzug des Selbstbehaltes der Eltern noch ein Betrag übrig bleibt, welcher den zuvor errechneten Bedarf des Kindes decken kann. Ist dies nicht der Fall, greift Beispielsweise BAföG oder BAB. Klingt logisch oder?

Beispielberechnung:

(Kind studiert auswärts, kein zusätzliches Einkommen, 670 € Bedarf)

Vater verdient EUR 4.100,00 ; die Mutter EUR 2.100,00

Davon werden EUR 219,00 Kindergeld abgezogen.

Folglich müssen die Eltern anteilig EUR 451,00 aufbringen.

Vater hat Einkommen von EUR 2.900,00 (4.100,00 abzüglich 1.160,00 Selbstbehalt)
Mutter hat Einkommen von EUR 900,00 (2.100,00 abzüglich 1.160,00 Selbstbehalt)

Vater zahlt damit 451 x 2940 : 3800 = EUR 348,93
Mutter zahlt damit 451 x 940 : 3800  = EUR 111,56

Ganz nebenbei:  Es gibt hier kein BAföG, da Einkommensgrenzen der Eltern bereits überschritten wurden.

Das wichtigste zum Unterhalt zusammengefasst:

Generell kann dein Unterhalt nur über ein Gericht festgelegt werden, wenn dir deine Eltern freiwillig kein Geld zukommen lassen. An dieser Stelle vorausgesetzt, sie seien zu diesem Zeitpunkt tatsächlich in der Unterhaltspflicht. Unterhaltspflichtig sind sie nach dem Gesetz bis zum Abschluss eines ersten qualifizierten Berufsabschlusses (z.B. Berufsausbildung oder Hochschulstudium) und solange du noch unter 25 bist. Dadurch wird der Unterhalt bei fast allen staatlichen Leistungen vorgezogen (außer Wohngeld), unabhängig davon, ob deine Eltern den errechneten Unterhalt tatsächlich zahlen (wollen oder können).

Wie viel Unterhalt dir tatsächlich zusteht, erfährst du durch die Bedürftigkeitsprüfung für BAföG oder BAB. Steht dir dem Grunde nach nichts zu, bist du hauptsächlich auf dein eigenes Einkommen, Kindergeld sowie Unterhalt angewiesen, wobei Letzteres in Hinsicht auf die eigene Wohnung sehr oft zu Konflikten innerhalb der Familie führt, vor allem dann, wenn der Auszug nicht zwingend notwendig ist. Sicherlich ist es jedoch möglich, eine eigene Wohnung mittels Kindergeld und Unterhalt (670 € –219 € = Unterhalt) zu finanzieren. Zumindest da deine Eltern dem Gesetz nach barunterhaltspflichtig wären, solange du das 18. Lebensjahr erreicht hast und noch keine abgeschlossene Ausbildung besitzt.

Allerdings ist diese Vorgehensweise moralisch sehr bedenklich. Daher empfiehlt es sich, dieses Thema erst gar nicht anzusprechen, sondern in einem günstigen Augenblick nach einem kleinen monatlichen Taschengeld zu fragen. Sicherlich werden dir deine Eltern oder Verwandten hin und wieder mal ein kleines Sümmchen zustecken oder zum Einzug einen Umschlag mit Geld überreichen. Sollte deine Ausbildung oder leibliches Wohl zu Hause gefährdet sein, dir deine Eltern jegliche Unterhaltszahlungen trotz gutem Einkommen verweigern (und damit jegliche Bezüge wegfallen), solltest du tatsächlich den Unterhalt einklagen.

Kindergeld und eigene Wohnung: Was steht mir zu?

Kindergeld und eigene Wohnung: Was steht mir zu?

Kindergeld und eigene Wohnung:
Was steht mir zu?

  • 3 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Kindergeld ist eine staatliche Zahlung der Familienkasse an die Erziehungs- berechtigten und wird i.d.R. bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Seit 2012 entfällt die aufwändige Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern unter 25 Jahren für Kindergeld und Kinderfreibeträge. Das spart Eltern beim Kindergeldantrag und bei der Einkommensteuererklärung für das Kindergeld aufwendige Nachweise. Eltern bekommen auch dann eine weitere volle Kindergeld Auszahlung, wenn ihr Kind während seiner ersten Berufsausbildung oder seines Erststudiums hinzuverdient. Einschrän­kungen greifen erst, wenn sich noch eine zweite Ausbildung anschließt. Dann fließt das Kindergeld nur noch, wenn das Kind nicht mehr als 20 Wochenstunden regelmäßig jobbt – und wie bisher auch nur bis zum 25. Geburtstag.  

Wann wird Kindergeld gezahlt?

  • $Bis zum 18. Lebensjahr für jedes Kind
  • $Bis zum 25. Lebensjahr unter bestimmten Voraussetzungen
  • ?Dazwischen musst du dich in einem (Erst-)Ausbildungsverhältnis befinden (Schule, duale Ausbildung, Studium, Praktika etc.)
  • $Bei einer Übergangszeit von bis zu vier Monaten, in welcher du quasi nichts machst (z.B. zwischen Schulabschluss und Ausbildung)
  • ?Ist dieser Zeitraum größer, musst du arbeitssuchend gemeldet sein und bekommst bis zum 21. Lebensjahr Kindergeld, solange du dich glaubhaft um eine Ausbildung bzw. Job bemühst
  • ?Ebenso bei geringfügiger Beschäftigung (450€ Job) wird Kindergeld bis zum 21. Geburtstag gezahlt

Kindergeld Anspruch: Wieviel gibt es?

  • $Für das erste und zweite Kind gibt es monatlich jeweils 219€
  • $Für das dritte Kind 225€
  • $Für jedes weitere Kind 250€

Zweite Ausbildung und Kindergeld

Generell gilt: Auch bei einem Zweitstudium oder Zweitausbildung ist die Zahlung von Kindergeld nicht ausgeschlossen. Es gibt immer Ausnahmen und Spielraum. Solange erkennbar ist, dass das angestrebte Berufsziel noch nicht erreicht wurde, bestehen gute Chancen auf Fortzahlung. 

Wer hat Anspruch auf das Kindergeld?

In erster Linie liegt der Rechtsanspruch für das Kindergeld bei den Eltern, um ihre Kinder damit zu versorgen bzw. zu unterstützen. Auch ein Auszug von zu Hause ändert erstmal nichts an dieser Tatsache. Ohne einen Antrag sind es immer noch die Eltern, die das Kindergeld vom Staat erhalten.

Einkommen und Zuverdienst während der Erstausbildung

Bis 2012 gab es jährlich sehr aufwendige Einkommensprüfungen für erwachsene, Kindergeld berechtigte Kinder. 
Heute ist es egal, wie viel du in deiner Ausbildung oder als Student mit deinem Nebenjob verdienst.

Eigene Wohnung – Kindergeld direkt erhalten

Sobald du ausziehst, kannst du deine Eltern darum bitten, dir das Kindergeld monatlich auf dein Konto überweisen zu lassen. Die Familienkasse kann das Kindergeld auf Antrag auch direkt überweisen (als Abzweigung), wenn die Erziehungsberechtigten zustimmen und du bereits in einem eigenen Haushalt wohnst.

Übrigens: Es gilt zumeist die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber dem Kind. Diese wird entweder in Barunterhalt oder als Naturalunterhalt geleistet. Das Kindergeld wird hier mit dem jeweils geltenden Unterhaltsanspruch zu 100% verrechnet.

Fazit: Kindergeld bildet ein wichtiges Fundament

Für den Großteil der jungen Erwachsenen spielt der Bezug von Kindergeld beim Auszug von zu Hause eine bedeutende Rolle. 219€ pro Monat oder mehr (je nach Kind) sind nicht wenig Geld. Haben oder nicht haben. Damit es im Nachhinein keinen Ärger gibt, muss dieses Thema vorab mit den Eltern genau besprochen werden. Doch keine Angst: Solange dir per Gesetzt das Kindergeld zusteht, muss dir das staatliche Kindergeld auch bei einer eigenen Wohnung garantiert zukommen. Es dient immerhin deinem Unterhalt, nicht dem deiner Eltern.

Erste gemeinsame Wohnung Zusammenziehen

Erste gemeinsame Wohnung Zusammenziehen

Mit dem Partner seiner Träume in die erste gemeinsame Wohnung ziehen, eines der schönsten Momente im Leben, wie ich finde. Anders als bei einer Single-Wohnung können aber auch allerhand Probleme die neue Gemeinschaft stören. Ob man wirklich zusammen passt, zeigt also erst das ständige Beisammensein. Nicht wenige Beziehungen müssen innerhalb der ersten Monate einen oder mehrere Härtetests durchlaufen. Schon bei der Wohnungseinrichtung gerät man erfahrungsgemäß oft aneinander. Klären wir zunächst, was sich mit einer gemeinsamen Wohnung prinzipiell ändert.

Was spricht für das Zusammenziehen mit dem Freund…

  • Möglichst alle Kosten werden gerecht geteilt, so bleibt mehr für jeden
  • Auch bei der Ersteinrichtung dürfte zu Beginn mehr zusammen kommen
  • Das Gefühl nach Hause zu kommen, wo bereits der Partner sehnsüchtig wartet, ist unbeschreiblich
  • Du bist nicht alleine, alle Probleme können gemeinsam gelöst werden
  • Auch die Hausarbeit wird komplett geteilt

Was dagegen spricht…

  • 2 Menschen, verschiede Bedürfnisse und Vorlieben, da sind häufige Konflikte vorprogrammiert
  • Je länger man zusammenlebt, umso öfter hat man den Wunsch, mal wieder völlig ungestört zu sein
  • Du kannst nicht einfach tun und lassen was du willst
  • Du musst auch mal zurückstecken können und Verständnis bringen, z.B. die Wahl des TV-Programmes dem Partner überlassen

Zusammenziehen – Planung ist das A und O

Durch die große Verliebtheit und Verbundenheit zum Partner scheint schon bald nichts wichtiger zu sein als ein gemeinsames Kuschelnest. Ist dies in die Tat
umgesetzt, zieht es vielen in kürzester Zeit die rosarote Brille von den Augen, da die Realität plötzlich ganz anders aussieht. So kann es immer öfter Stress geben, anstatt der gewohnten Zweisamkeit.

Das Zusammenziehen – Und typische Probleme

Durch voreiliges Zusammenziehen werden ungeahnte Gegensätze und Gewohnheiten des Partners deutlich. Wann der richtige Zeitpunkt für die erste gemeinsame Wohnung ist, muss jedes Paar für sich entscheiden. Im Idealfall haben Beide bereits das 18. Lebensjahr erreicht und können ihren Lebensunterhalt bis auf das Nötigste selbst finanzieren, ohne vom Partner abhängig zu sein. Ist dies nicht der Fall, kommt es spätestens in der ersten Wohnung zum großen Krach um das liebe Geld. Ideal ist das Zusammenziehen auch dann, wenn die ursprünglichen Wohnungen nicht weit voneinander entfernt liegen, damit sich für keinen der
Partner die Lebensumstände zu sehr verändern. Damit ist nicht nur die Entfernung zum Arbeitsplatz oder Schule gemeint, sondern auch die gewohnte Umgebung und der Kontakt zu Freunden und Verwandten. Wichtig ist letzten Endes, dass keiner der Partner zu große Opfer erbringen und auf Dinge verzichten muss, damit das Zusammenziehen klappt.

Gerade in jungen Jahren sollte das Zusammenziehen in die eigene Wohnung gut überlegt sein. Denn wenn die Beziehung den Härtetest nicht besteht, ist eine plötzliche Trennung von Hab und Gut genauso wenig einfach wie der Wiedereinzug bei den Eltern. Denn im Grunde kann nur einer in der Wohnung bleiben, während sich der ehemalige Partner eine neue Wohnung suchen muss oder zunächst wieder zu Hause einzieht. Problematisch kann es werden, wenn du die Wohnung allein nichtmehr bezahlen kannst. Deshalb ist es wichtig, dass sich bei Paaren beide als Hauptmieter im Mietvertrag eintragen. In diesem Fall muss der Partner dem plötzlichen Auszug zustimmen und kann so
seine eigene finanzielle Situation weiterhin sichern, bis eine Lösung gefunden wurde.

Dinge, die vor der ersten gemeinsamen Wohnung geklärt werden sollen

Bevor es richtig zur Sache geht, solltet ihr euch gründlich Gedanken über die Einteilung der Kosten, den groben Einrichtungsstil und der Haushaltsführung  für die erste gemeinsame Wohnung machen. Dafür muss man sich allerdings erst einmal darüber klar werden, wie man leben möchte.

  • Macht euch Notizen über folgende Fragen:
  • Welche Möbel können mitgenommen werden?
  • Wer kann wie viel Kapital für die Ersteinrichtung aufbringen?
  • Wie sollen die einzelnen Räume farblich gestaltet werden, damit jeder zufrieden ist?
  • Welchen Platz braucht man für Hobbys?
  • Ungefähre Lage, Größe und Ausstattung und Ansprüche an die erste gemeinsame Wohnung?  (Wanne, Balkon, Einbauküche etc.)

Schon während des Umzugs kann es ohne etwaige Planung zu heftigen  Auseinandersetzungen kommen, die nicht selten schon das Aus bedeutet haben. Daher sollten Paare immer bemüht sein, Kompromisse zu finden. Er darf die farbliche Gestaltung des Wohnzimmers übernehmen, während sie die Einrichtung des Schlafzimmers übernimmt.

Alle Wünsche und Vorstellungen gegenüber stellen und die Ergebnisse, mit denen jeder zufrieden ist, aufschreiben. So kann eigentlich nichts schiefgehen.

Weitere Lösungen auf typische Probleme findet ihr auch auf Wie-Wie.de

Erste Wohnung mit Freund oder Freundin: Kostenteilung und Kontoführung

Besprecht rechtzeitig, von welchem Konto die laufenden Kosten abgehen  sollen und wer was bezahlt. Es ist besonders wichtig, dass jeder einen gewissen Kostenanteil decken kann. Wenn 80% der Kosten vom Partner bezahlt werden, sind wiedermal Sorgen und Streitereien um das liebe Geld und die erste gemeinsame Wohnung vorprogrammiert. Der Idealfall wäre, wenn jeder 50% der laufenden Kosten (Miete, Strom, Lebensmittel, Telefon…) decken kann. Je nach dem, wessen Konto mit den dauerhaften Kosten belastet wird, ist es sinnvoll, das Kindergeld oder einen festen Betrag vom nicht belasteten Konto als Dauerauftrag umzuleiten, damit nicht jeden Monat neu überweisen werden muss. Dieser Betrag sollte alle Fixkosten zu 50% abdecken. Statt eines der vorhandenen Girokonten für die gemeinsamen Kosten zu verwenden, empfiehlt es sich ein Gemeinschaftskonto für diesen Zweck zu eröffnen. Einen Vergleich kostenloser Angebote bietet das Portal GemeinschaftskontoVergleich.de. Persönliche und individuelle Ausgaben kann dann jeder für sich bezahlen und die Kosten für die Wohnung laufen über das gemeinsame Konto.

2 Möglichkeiten der Kostenteilung:

  • Halbe-Halbe
    • Alle Ausgaben sauber aufgelistet und 50:50 Ob auch persönliche Ausgaben wie Friseur oder Mitgliedschaftsbeiträge aufgeteilt werden, muss jeder für sich klären.
  • Je nach Einkommen
    • DieseMethode bietet sich an, bzw. ist zwingend
      notwendig, wenn ihr ein stark differenziertes Einkommen habt. h. einer kann das Geld für die 50:50 Variante nicht aufbringen. Demnach wird der besser Verdienende auch einen dauerhaft höheren Anteil an den Kosten tragen, solange es ihm nichts ausmacht.

Zur besseren Kostenkontrolle empfehle ich, ein Haushaltsbuch zu führen. Dies scheint zu Beginn sehr lästig, erweist sich aber auf Dauer als sehr hilfreich, denn es entlarvt große Kostenfresser und gibt dir mit der Zeit ein Gefühl dafür, wo du wie viel ausgeben kannst. Eine entsprechende Vorlage findest du im Anhang.

Zusammenziehen ohne HürdenSo übersteht die Beziehung den neuen Alltag

Am Morgen zusammen aufwachen und ebenso am Abend wieder einschlafen. Dazwischen liegen oft nicht nur die schönen Dinge des gemeinsamen Lebens, sondern von nun an auch Streitigkeiten wegen zumeist banalster Dinge wie dem Abwasch, Geld, Haushaltsführung, eingeengter Privatsphäre oder die merkwürdigen Freunde des Partners.

Dies ist natürlich nicht schön und keiner kann sich dies vor dem Zusammenziehen tatsächlich vorstellen. Tatsächlich entsprechen diese Tatsachen aus eigener Erfahrung oft der Realität. Du musst lernen, dich an die Lebensgewohnheiten des Partners anzupassen. Egal ob Fehlverhalten, Nachlässigkeit oder Versehen, sprich Probleme unbedingt an. Jene in sich hinein zu fressen, wirkt sich auf Dauer sehr schlecht auf eine funktionierende Partnerschaft aus. Versuche Kompromisse einzugehen, die für beide Seiten akzeptabel sind. Von Zeit zu Zeit sollten sich damit immer weniger Probleme wiederholen.

Erste gemeinsame Wohnung: Die Privatsphäre

Eines der wichtigsten Grundprinzipien in der ersten gemeinsamen Wohnung sind ausreichend Freiraum und Privatsphäre. Somit sollte jeder sein eigenes Zimmer haben, um sich bei Streitigkeiten oder bei bloßem Willen nach Ruhe und Entspannung in sein eigenes Reich zurückziehen zu können. Natürlich sollst du jetzt keine 4-Raum Wohnung mieten. Eine mit 2 Räumen ist jedoch aus eigener Erfahrung zu wenig, auch wenn sie aus finanzieller Sicht zunächst sinnvoller erscheint.

Nehmt euch, wenn das Geld es hergibt, eine 3-Raum Wohnung, quasi ein zusätzliches Arbeitszimmer. Dieses soll nicht nur als solches fungieren, sondern auch als Rückzugsort dienen. Außerdem muss der PC (meist auch Schreibtisch) selbst bei 2-Raum Wohnungen mit im Wohnzimmer seinen Platz finden. Dies kann auf Dauer sehr nervig werden, wenn der Partner beispielsweise nebenbei ständig den Fernseher laufen lässt.

Erste gemeinsame Wohnung: Setzt Grenzen und Regeln

Hat man sich zunächst erst einmal eingelebt, fallen plötzliche Gewohnheiten des Partners auf, die man noch gar nicht kannte und oft zur plötzlichen Krise führen kann. Daher solltet ihr frühzeitig gewisse Grenzen und Regeln setzten, um dieselben Krisenherde in Zukunft zu vermeiden.

Die gegenseitige Rücksichtnahme spielt also eine ganz entscheidende Rolle. Es ist zu vergleichen mit der Kunst des Geben und Nehmen. Fragen deinen Partner, ob es in Ordnung geht, dass gleich Kumpels zum Fußball gucken kommen oder der Freundinnenklatsch zu Hause stattfindet. Hierbei geht es nicht um das Was, sondern um das Wo. Denn der Partner kann und darf nicht gezwungen werden, die Wohnung und damit sein Reich für die Freunde des Partners zu räumen und ggf. wieder zurück zu stecken.

Versuche nicht, den Partner zu erziehen

Versuche nicht deinen Partner zu erziehen, indem er sich deinen Lebensgewohnheiten komplett anpasst, so wie du es gern hättest. Bei Problemen hilft nur ein klärendes Gespräch mit offenen Karten. So soll ruhig angesprochen werden, dass sich der Mann auch mal mehr am Hausputz beteiligen könnte, wohingegen sie nicht so oft vor dem Fernseher lungern soll. So muss jeder Part Abstriche bei seinen Ansprüchen machen und Kompromisse eingehen, damit auch in der gemeinsamen Wohnung eine harmonische Beziehung herrscht.

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Das sind die aktuellen Wohnzimmertrends 2017

Das sind die aktuellen Wohnzimmertrends 2017

Das Wohnzimmer ist das Zentrum einer jeden Wohnung. Hier trifft sich die Familie, es wird als Fernsehraum, Bibliothek oder Spielzimmer genutzt. Da es das wichtigste Zimmer im Haus ist, möchten die meisten Bewohner das Wohnzimmer perfekt eingerichtet wissen. Diese Trends helfen dabei.

Ein Grunddesign sollte vorab gewählt werden

Damit das Wohnzimmer einen einheitlichen Anstrich bekommt, sollte sich der Bauherr vor dem Einrichten für ein Design entscheiden. Immer im Trend liegt zum Beispiel der Landhausstil. Er zeichnet sich durch natürliche Materialien wie Holz oder Stein aus. Dazu passen ältere Möbel und helle Farben. Wer es eher modern mag, sollte stattdessen auf dunklere Farben und neue Designermöbel setzen. In bekannten Möbelhäusern sind immer wieder auch Wohnzimmer mit orientalischem Flair ausgestellt. Besonders Teppiche, Kissen und Vasen werden gerne mit arabisch anmutenden Aufdrucken verziert.

Das sind die Farben 2017

Passend zum Landhausstil sind im Jahr 2017 Pastellfarben angesagt. Nicht nur die Wände lassen sich hervorragend damit streichen, auch Möbel, Bilder und Accessoires werden in diesem Jahr in Pastellfarben gehalten. Daneben gestalten viele Designer aktuell gelbe Möbel und Accessoires. Das können Stühle oder Teppiche, aber auch Vasen, Kissen oder Skulpturen sein. Diese eignen sich hervorragend, um in einem in modernem Grau eingerichteten Zimmer Farbakzente zu setzen. Darüber hinaus liegen derzeit die folgenden Farben im Trend:

  • Magenta
  • Weinrot
  • Hellbraun

Die Couch als Rückzugsort

Das Wohnzimmer hat viele Funktionen, unter anderem sollte es auch der Entspannung dienen. Daher spielt die Couch bei der Wohnzimmerplanung eine wichtige Rolle. In großen Wohnzimmern werden aktuell auch eher große Sofas bevorzugt. Üblicherweise wird dabei eine U- oder L-Form gewählt. Auf einer solchen ist nicht nur genug Platz für ein Mittagsschläfchen, sondern auch um Freunde zu empfangen oder mit der Familie fernzusehen. Hat man nur einen kleineren Raum zur Verfügung, sollte auch das Sofa geringere Maße haben, da sonst der Raum nur noch kleiner wirkt.

Bücherregale und Kommoden schaffen eine gemütliche Atmosphäre

Nichts schafft eine so gemütliche Atmosphäre wie ein Bücherregal. Deshalb ist dieses Möbelstück auch 2017 sehr beliebt. Besonders stylisch sind deckenhohe Regale. Die sind außerdem praktisch, da man hier alle Bücher, CDs und DVDs unterbekommt. Daneben machen sich auch Kommoden, wie sie unter anderem die Möbelhauskette XXXL anbietet, im Wohnzimmer sehr gut. Ihre Schubladen dienen nicht nur als Lagerplatz, auf ihrer Abstellfläche ist viel Platz für Dekoration. Besonders beliebt sind derzeit auch Möbelstücke im Vintage-Style. Das bedeutet, dass die Möbelstücke alt und teilweise auch schon abgenutzt aussehen. Eine gute Möglichkeit also, um Omas alte Vitrine wieder hervorzuholen.

Natürliche Elemente sollten mit eingestreut werden

Um auch in der Wohnung ein Gefühl von Natürlichkeit zu erreichen, sollten verschiedene Naturelemente mit eingestreut werden. Im Trend liegen 2017 beispielsweise Couchtische aus Holz. Das können hochwertige Designerstücke sein, rustikale Modelle aus dunklem Holz oder selbstgebaute Tische aus Europapaletten. Pflanzen können im Wohnzimmer gleich doppelte Funktionsweisen haben. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern können auch die Luftqualität verbessern. Da sich die Bewohner den Großteil der Zeit zu Hause hier aufhalten, ist die Luft oft schnell verbraucht. Drachenbäume oder Zyperngras eignen sich dafür hervorragend.

Offene Räume wirken freundlich und hell

Das Wohnzimmer ist ein Ort, an dem sich Bewohner und Gäste wohl fühlen sollen. Daher ist es wichtig, dass der Raum freundlich und hell wirkt. Beim Neubau sollten aus diesem Grund großzügige Fenster mit eingeplant werden. Wer über etwas kleinere Fenster verfügt, sollte vor allem auf eine helle Einrichtung achten. Schließlich sollte der Raum auch mit mehreren Lichtspots ausgeleuchtet werden. Eine zusätzliche helle Leselampe ist für Leseratten unerlässlich. Ein Trend 2017 sind auch offene Küchen, die direkt mit dem Wohnzimmer verschmelzen. So wirkt der gesamte Wohnraum noch großzügiger.

Fazit

Das Wohnzimmer ist das Zimmer, in dem sich die Bewohner einer Wohnung am öftesten aufhalten. Deshalb sollten sie die Einrichtung des Raums genau planen. Zunächst sollte ein Design gewählt werden, zum Beispiel der skandinavische oder der Landhausstil. Anschließend können die Möbel und die Dekoration passend zum Design gewählt werden.