Die Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung

Warum eine Wohngebäudeversicherung abschließen?

Viele tragen sich bereits in jungen Jahren mit dem Gedanken, ein eigenes Haus zu kaufen oder neu zu bauen. Unabhängig davon, welche Variante gewählt wird, ist es immens wichtig und bei manchen Ereignissen sogar existenzsichernd, eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Fehlt diese, ist lückenhaft oder es besteht eine Unterversicherung, kann das im Schadensfall schnell zum finanziellen Ruin führen. Denn wenn eine Immobilie beispielsweise durch Sturm, Hagel oder Feuer beschädigt wird, geht es im Regelfall sofort um sehr hohe Summen, die kaum jemand aufbringen kann. Um ein gutes Preis- Leistungsverhältnis bei dem großen Angebot zu finden bietet sich ein Onlinevergleich an, wie zum Beispiel von Wechselpiraten angeboten.

Welche Schäden deckt eine Wohngebäudeversicherung standardmäßig ab?

Standardmäßig sind in fast allen Versicherungsverträgen Schäden durch Brand, Blitzeinschläge, Sturm, Hagel sowie Ex- oder Implosionen im Gebäude oder auch Wasserrohrbruch versichert. Das schließt auch Neben- oder Folgekosten mit ein. Beispielsweise, wenn ein Blitzeinschlag Überspannungsschäden in Elektrogeräten verursacht hat. Oder wenn Dekontaminationskosten durch Löschwasser der Feuerwehr entstehen. Oft werden auch Kosten für Aufräum- oder Abbrucharbeiten erstattet. Allgemein kann man sagen, dass alle Beträge erstattet werden, die durch die Schadensbeseitigung anfallen. Vermietern werden oft Mietausfälle erstattet. Im Einzelfalle muss das bei Vertragsabschluss natürlich gesondert abgefragt werden. Auch Kosten für Maßnahmen, die ein zukünftiges Schadensrisiko minimieren, können übernommen werden. Auch dies ist Verhandlungssache.

Was man genau versichern möchte, hängt jedoch immer von den persönlichen Präferenzen ab und kann mit der Versicherung verhandelt werden. Im Kleingedruckten zu lesen, schadet sicherlich auch nicht. Besonders wichtig ist das bei sogenannten Elementarschäden.

Elementarschäden

So werden Schäden genannt, die durch ein sogenanntes nicht absehbares Ereignis entstehen. Das können Erdbeben sein oder auch Erdrutsche, Überschwemmungen oder Lawinen. Aktuelle Ereignisse, wie die Überschwemmungen in bayrischen Simbach zeigen, wie wichtig solche Zusatzklauseln werden können. Die Schäden in Simbach waren für viele verheerend. Diejenigen ohne Elementarversicherung unter den Betroffenen sind nun ruiniert.

Krieg

Was in der Regel von keiner Versicherung abgedeckt wird, sind Kriegsereignisse. Es würde für die Versicherungen schlicht zu teuer. Deshalb werden Erstattungen für Kriegsschäden kategorisch ausgeschlossen.

Was wird ersetzt – Neu- oder Wiederbeschaffungswert?

Finanziell überlebenswichtig ist die Versicherung des Wiederaufbauwertes zum Schadenszeitpunkt. Damit werden Preissteigerungen aufgefangen, die momentan leider nur die Richtung nach oben kennen. Bereits in fünf Jahren kann sich in diesem Bereich viel tun. Das gilt nicht nur für Material- und Baukosten, sondern auch für neu entstandene behördliche Auflagen oder die Erhöhung von Gebühren. Ein gutes Beispiel dafür wären die energetischen Anforderungen. Der Wiederaufbauwert richtet sich nach dem sogenannten „Versicherungswert 1914″.

Der Versicherungswert 1914

Bei ihm handelt es sich um einen Preisindex, der auf den Baukosten von 1914 basiert. 1914 waren die Baupreise sehr stabil und die Währung goldgedeckt. Zu damaliger Zeit waren starke Schwankungen von Baukosten daher sehr niedrig. Auf dieser Grundlage wurde dieser Preisindex gebildet und seither jährlich neu angepasst. Der Index gewährleistet damit, dass im Schadensfalle derselbe Standard wie beim Kauf oder dem Bau wiederhergestellt werden kann.

Besonderheiten

Besonderheiten wären beispielsweise mitversicherte Nebengebäude wie die Garage oder Vergünstigungen für Niedrigenergie-Häuser mit Photovoltaik oder Solarthermie. Es lohnt sich, nachzufragen, ob solche Anlagen ebenfalls mitversichert sind.

Bildrechte © Alexander Raths @ fotolia.com

Checkliste für die erste Wohnung

Checkliste für die erste Wohnung

Kaum ist der Mietvertrag unterschrieben und der Umzug bereits im Gange, kann man in all dem Stress erfahrungsgemäß die ein oder anderen Dinge vergessen, die eigentlich in jede Wohnung gehören. Neben den großen und kleinen Einrichtungsgegenständen sind es aber gerade die scheinbar unwichtigen Hilfsmittel, die gerade beim Umzug schon sehr vermisst werden können. Diese dann im Nachgang noch zu beschaffen schafft unnötig mehr Stress und Ärger. Die erste Wohnung einrichten ohne Probleme? Ab sofort kein Problem!

Unsere Checkliste für deine erste Wohnung

Für KücheFür Bad
  Geschirrhandtücher, Küchenrolle  Duschvorhang und Matte
  Bratpfanne, Kochtöpfe  Zahnputzzeug
  Gläser(Wein, Schnaps, Normal)  Parfüm/Deos etc.
  Tassen, Becher  Toilettenpapier
  Esstisch und Stühle  Shampoos und Duschgel
  Milch, Tee, Kaffee, Kakao  Lappen und Putzmittel
  Gewürze(Salz und Pfeffer…)  WC-Bürste
  Kleine, mittlere und große Teller  Handtücher
  Öle und Essig  Spülmittel und Waschmittel
  Besteck(besondere Messer etc.)  Glas- und Essigreiniger
  Küchenschränke  Waschbeckenunterschrank
 Spüle mit Armatur  Waschbeckenunterschrank
  Küchenschränke  Spiegel / Spiegelschrank

 

ElektrogeräteWerkzeuge
  Radio  Hammer
  TV  Nägel und Schrauben
  Kühlschrank/Tiefkühlschrank  Zange
  Staubsauger (und Beutel)  Schraubendreher
  Mikrowelle  Bitset
  Wasserkocher  Dübel
  Toaster  Maßband/Zollstock
  Föhn  Bohrmaschine
  Ofen/Herd   Zollstock
  Computer und Drucker Kreppband

 

Sonstiges
  Taschentücher  Besen, Putzeimer
  Aluminiumfolie, Frischhaltefolie  evtl. Tierbedarf
  Wecker  Bettzeug(Decken, Bezüge…)
  Fahrrad  Medikamente(Aspirin)
  Papier und Schreibzeug  Lampen für alle Räume
  Bügelbrett und Bügeleisen  Schuhabtreter
  Wäschekorb und Wäscheständer  Taschenlampe
  Rollos, Gardinen und Vorhänge alle Zimmer  Verlängerungskabel

 

Die richtige Hausratversicherung finden

Die richtige Hausratversicherung finden

Nach einem Rohrbruch sind Deine neuen Möbel hinüber? Oder noch schlimmer: Jemand hat bei Dir eingebrochen? Wenn Du Dein Hab und Gut gegen Diebstahl oder Schäden absichern willst, eignet sich eine Hausratversicherung. Hier erfährst Du, wann sie sich lohnt und was Du beim Vertragsabschluss beachten musst!

Wer den ersten eigenen Hausstand gründet, hat sich Waschmaschine, Möbel und Co, meist mühsam zusammengespart. Umso schmerzlicher ist es, wenn das Eigentum zerstört oder entwendet wird. Damit man zumindest die finanziellen Schäden ersetzt bekommt, lohnt sich eine Hausratversicherung. 

Was wird mit der Hausratversicherung genau versichert?

Schon Basistarife kommen laut test.de für Schäden auf, die durch „Einbruch, Raub, Vandalismus, Brand … Leitungswasser, Sturm und Hagel“ entstanden sind.
Im Schadenfall zahlt die Hausratversicherung dabei den Wiederbeschaffungswert beziehungsweise den Zeitwert von komplett zerstörten oder geklauten Dingen. Die Versicherung kommt für die Reparaturkosten von beschädigten Dingen auf oder bezahlt Dir eine Wertminderung für noch eingeschränkt funktionsfähige Gegenstände.

Versichert wird das gesamte bewegliche Inventar Deines Haushalts: Möbel, Haushalts- und Elektrogeräte, Dekorationsgegenstände und Musikinstrumente, Bekleidung, Bücher und Spielzeug. Auch Werkzeuge, Gartengeräte, Fahrräder und Gegenstände aus Keller, Garage und Dachboden werden im Schadenfall ersetzt.
Sondertarife sind etwas umfangreicher: Wenn Du beispielsweise Dein Fahrrad auch für Diebstahl außerhalb der eigenen vier Wände versichern möchtest, dann musst Du das als Extra-Tarifbaustein angeben. Auch der potentielle Diebstahl von Wertgegenständen aus Deinem Auto muss in der Regel separat abgesichert werden.

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Wann ist die Hausratversicherung nicht zuständig?

Eine Hausratversicherung zahlt nur, wenn Dein persönliches Eigentum zerstört oder entwendet wurde. Werden Kraftfahrzeuge wie Autos oder Mofas aus der Garage geklaut, leistet meist nur eine Kaskoversicherung Schadenersatz. Eine Gebäudeversicherung ist zuständig, wenn Gebäudekern oder Bausubstanz beschädigt werden. Eine Haftpflichtversicherung zahlt, wenn versehentlich das Eigentum Dritter abhandengekommen, zerstört oder beschädigt worden ist.

Was kostet eine Hausratversicherung?

Gute Tarife sind bereits für unter hundert Euro pro Jahr erhältlich. Die Beitragszahlungen richten sich nach der Höhe der Versicherungssumme. Zwischen den einzelnen Anbietern gibt es dabei große Preisunterschiede. Bevor Du einen Vertrag unterzeichnest, solltest Du deshalb einzelne Anbieter und Angebote ausloten. Kostenlose und unverbindliche Online-Vergleiche findest Du auf tarifcheck24.com. Auf Wunsch kannst Du dort auch gezielt nach zusätzlichen Tarifbausteinen für die Hausratversicherung suchen – beispielsweise für Dein Fahrrad oder zerbrochene Fensterscheiben (Glasbruch).

Was muss ich beachten, damit die Hausratversicherung im Ernstfall auch zahlt?

Falls es wirklich zu einem Schadenfall kommt, musst Du beweisen können, dass Du bestimmte entwendete Gegenstände wirklich besessen hast und was diese wert gewesen sind. Polizei-dein-partner.de rät deshalb dazu, präventiv eine Liste aller Wertgegenstände zu erstellen. Kaufbelege, Quittungen, Reparatur- oder Garantiescheine beweisen den Wert einzelner Dinge, auch Fotos sind hilfreich. Diese Liste solltest Du nicht bei Dir zuhause aufbewahren, sondern Freunden oder Familie geben, damit die Liste im Ernstfall nicht vielleicht zerstört oder entwendet wird.

Bildrechte Rainer Sturm  / pixelio.de

Übersicht: An- und Ummelden

Übersicht: An- und Ummelden

Früher oder später fällt dir vielleicht auf, das viele Briefe noch bei den Eltern einflattern. Viel schlimmer wäre es jedoch, wenn dir am Einzugstag in die erste Wohnung auffällt, das du noch keinen Telefonanschluss angemeldet hast. Das ist in all der Aufregung und Stress schon manch Anderen passiert.

Wenn du von Zuhause ausziehst, muss du deinen Wohnsitz an bzw. ummelden. zuständig dafür ist das örtliche Einwohnermeldeamt, in der sich dein neues zu Hause befindet. Oft sind diese Einwohnermeldeämter im Rathaus, Stadthaus oder Bürgeramt untergebracht. Im Internet, Telefonbuch oder über die Auskunft ist die Telefonnummer zu erfahren und über die Zentralen der Einwohnermeldeämter auch die Adresse sowie die Öffnungszeiten.

Ummelden: Was muss an- oder umgemeldet werden?

Du musst alle Behörden und Institutionen rechtzeitig über deine neue Anschrift informieren, damit du nicht jedesmal nach Hause gehen musst, um deine persönlichen Briefe ab zu holen. Abgesehen davon musst du dich natürlich auch um Strom, Internet, Telefon und viele weitere Dinge kümmern, die nicht von selbst angemeldet werden.

Unterschied zwischen An- und Ummelden?

Den gibt es. Und zwar musst du dich ummelden, wenn du innerhalb deiner Stadt umziehst. Wechselst du zum Beispiel von Berlin nach Hamburg, meldest du dich in einer neuen Stadt an, demzufolge einmal abmelden und dann wieder anmelden.

Warum der ganze Aufwand?

Bei uns ist es Pflicht, den neuen Wohnsitz innerhalb von sieben Tagen anzumelden. Wird diese Frist überschritten, können Bußgelder auf dich zukommen. Ein ausgefüllter Meldeschein übernimmt so quasi die gesetzliche An- und Ummeldung und dient gleichzeitig als Ihr Nachweis.

Was benötige ich zum An- und Ummelden?

Auf jeden Fall ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Ein gesetzlicher Vertreter kann für dich im Notfall einspringen. Bis zum 16. Lebensjahr sind deine Eltern für deine Ummeldung verantwortlich.

Was gibt es besonderes zu beachten?

Mit allen nötigen Papieren in petto verläuft dieser Prozess recht zügig. Hast du mehrere Wohnsitze, z.B. durch die Arbeit oder Schule, musst du einen Hauptwohnsitz angeben. Welcher dieser sein soll, musst du selbst abwägen. Ämter wie z.B. das Bafög-Amt müssen immer über deinen Wohnortwechsel informiert werden.

Was muss schließlich  alles an- und umgemeldet werden?

Ummelden- Über neue Anschrift informieren:

  • Krankenversicherung
  • Banken
  • Finanzamt (bei Wohnortwechsel)
  • Kindergarten
  • Schule, Uni
  • Arbeitgeber/Arbeitsagentur
  • Kreiswehrersatzamt
  • Vereine
  • Abo’s
Versicherung – Welche du wirklich brauchst

Versicherung – Welche du wirklich brauchst

Spätestens wenn du deine eigenen vier Wände bewohnst, solltest du dich das erste Mal selbst mit dem Thema Versicherungen beschäftigen. Es stellt sich die Frage, bin ich überhaupt noch über meine Eltern mitversichert? So konkret kann man das nicht pauschalisieren, da mehrere Faktoren hineinspielen. Generell gilt dies nur, solange du noch zu Hause wohnst und dich in einem weiterbildenden Verhältnis befindest. Alle Versicherungen kannst du heute bequem online abschließen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen gesetzlichen Versicherungen und den Privaten.

Zu den Sozialversicherungen, für die eine Versicherungspflicht besteht, gehören die Renten-, Kranken,- Pflege- und Arbeitslosenversicherung, welche alle automatisch von Lohn und Gehalt abgezogen werden. Ausnahmen bilden Beamte und Selbstständige.

Alles Wichtige zum Thema Versicherungen und Versicherungsvergleich

Ab wann muss ich mich mit dem Thema auseinandersetzen?

Du musst dich nicht sofort um eine Versicherung kümmern, nur weil du ausgezogen bist!

Was heißt das konkret? Nun ja, eine Krankenversicherung brauchst du erst, sobald du selbst mehr als 450€ verdienst, diese soll dich aber nicht weiter beschäftigen, da sie zu den Sozialabgaben zählt und automatisch von Lohn und Gehalt abgezogen wird. Die Hausrat- und Berufsunfähigkeitsversicherung sind freiwillig, aber prinzipiell empfehlenswert. Die private Haftpflicht ist jedoch eine Pflichtversicherung und sollte niemals außer Acht gelassen werden. Befindest du dich in einem Ausbildungsverhältnis, bist du bis zum 25. Geburtstag bei deinen Eltern mitversichert. Dies kann auch für eine Unfall- und Krankenversicherung gelten!.

Natürlich ist das finanzielle Budget am Anfang noch begrenzt, und gerade bei dem ersten eigenen Haushalt machen große und teure Versicherungen auch noch nicht sehr viel Sinn – doch welche Versicherung ist wirklich erforderlich in der ersten eigenen Wohnung? Gegen welche Schäden muss man sich auch schon am Anfang unbedingt absichern?

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung (Optional)

Die Hausratversicherung deckt Schäden ab, die am Hausrat durch Einbruch, Diebstahl, Vandalismus aber auch durch Feuer, Leitungswasser und Hagel oder Sturm entstehen. Zwar ist gerade in jungen Jahren der Wert des Hausrats noch beschränkt, doch muss er aufgrund eines Schadens ersetzt werden, macht dies schon eine nennenswerte finanzielle Größenordnung aus. Eine Hausratversicherung übernimmt diesen Schaden, sodass man sich beschädigte oder zerstörte Gegenstände neu zulegen kann. Bei einer Hausratversicherung ist vor allem darauf zu achten, dass eine Unterversicherung vermieden wird, denn sie würde dafür sorgen, dass die Versicherung nur einen Teil des entstandenen Schadens ausgleicht.

Die private Haftpflichtversicherung (Pflichtversicherung!)

Eine Haftpflichtversicherung dagegen deckt zwar nicht unmittelbar einen Schaden an der Wohnungseinrichtung ab, ist aber wohl die wichtigste Absicherung, die man benötigt, sobald man nicht mehr in der Wohnung der Eltern lebt. Sie greift immer dann, wenn ein Dritter geschädigt wurde und Ansprüche auf den Ersatz von Sach-, Personen- oder Vermögensschäden geltend macht. Solche Schäden können schnell eine immense Größenordnung ausmachen und sind deshalb fast zwingend durch eine gute Haftpflichtversicherung abzudecken. Diese muss nicht einmal teuer sein. Wichtig ist aber, dass sie Gefälligkeitsschäden beinhaltet – also Schäden, die man einem anderen verursacht, weil man ihm einen Gefallen tun wollte wie zum Beispiel durch die Hilfe beim Umzug.

Zur Selbstversicherung führt:

– Eine abgeschlossene Berufsausbildung durch Schule, Studium etc.

und

– Auf Dauer festgelegtes und geregeltes Einkommen oder Beginn einer Zweitausbildung

Oder

– Du aus diversen Gründen nicht mehr über deine Eltern versichert sein kannst

Was nicht zur Selbstversicherung führt:

– Volljährigkeit erreicht -> Mitversicherung der Eltern ausreichend

– Ein eigener Haushalt, jedoch in einem Ausbildungsverhältnis (Schule, Studium etc.) -> Mitversicherung der Eltern ausreichend

Die Krankenversicherung (Pflichtversicherung)

Eine Krankenversicherung erstattet für die Versicherten die Kosten, voll oder teilweise, die für die Behandlung nach Unfällen, bei Erkrankungen oder Mutter-schaft anfallen. Sie ist damit ein Teil des Sozialversicherungssystems. Wird ein Arbeitnehmer krank, zahlt der Arbeitgeber sechs Wochen lang das volle Gehalt weiter, danach springt die gesetzliche Krankenversicherung ein und zahlt ein Krankentagegeld aus. Dieses beträgt jedoch höchstens 70 Prozent des Bruttoeinkommens.

Alle medizinisch notwendigen Behandlungen werden von der Krankenkasse übernommen. Allerdings gibt es einen Eigenanteil bei Medikamenten. Bei Zahnersatz beispielsweise kommen die Kassen nur zu maximal 60 Prozent auf, den Rest muss man aus eigener Tasche bezahlen. Daher lohnt sich oft auch eine Zusatzversicherung für Zahnersatz. Ein jährlicher Besuch beim Zahnarzt mit Checkheft ist wichtig und bringt weitere Ersparnisse.

Ab dem 25. Lebensjahr brauchst du eine eigene Krankenversicherung, auch als Schüler oder Student. Sie kann je nach Schulart 60€ bis 145€ betragen. Abgesehen von einer betrieblichen Ausbildung empfiehlt es sich also, immer unter der 450€ Grenze zu bleiben.

Studenten

Sobald die Einkommensgrenze von 450€ im Monat (so wie Minijob) als auch Alter von 25 Jahren nicht überschritten werden, musst du keine eigene
Krankenversicherung abschließen und bist noch familienversichert. D.h., du kannst auch unter 25 Jahren versicherungspflichtig sein, sollte dein Einkommen zu groß sein. Bei BAföG gibt es hier die bereits genannten Zuschüsse.

Auszubildende

Anders als bei Studenten, benötigst du als Auszubildender generell eine Kranken-versicherung, am besten eine ohne Zusatzbeitrag. (z.B. AOK)

Schüler

Als Schüler bist du normalerweise mit familienversichert und musst dich um nichts kümmern, ob du dabei noch zu Hause wohnst spielt keine Rolle.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (Optional)

Mit ihr erhältst du eine monatliche Rente, wenn du deinen bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Sie kann als Zusatzversicherung zu einer Lebensversicherung, Rentenversicherung oder Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Gerade in den ersten Jahren des Berufslebens greift die Rentenversicherung nur unzureichend, da du noch nicht viel eingezahlt hast. Du solltest sie schon während der Ausbildung oder Studium abschließen, auch wenn Sie nicht billig ist.

Ab wann sollte ich eine abschließen?

Für Azubis sowie Studenten ist die Berufsunfähigkeitsversicherung besonders wichtig, denn sie haben bei einer Berufsunfähigkeit nicht einmal Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente, da diese erst nach fünf Jahren Berufstätigkeit oder nach 60 Beitragsmonaten gezahlt wird. Wenn beispielsweise ein Student berufsunfähig wird, dann heißt das nicht, dass er in Zukunft aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in eine Vorlesung gehen kann. Es bedeutet vielmehr, dass er bereits heute weiß: Nach dem Studium kann er aus gesundheitlichen Gründen den im Studium erlernten Beruf nicht mehr ausüben. Genau dagegen sollten sich junge Menschen versichern und nicht an der falschen Stelle geizen.

Tipps zum Vertragsabschluss:

– Nachversicherungsmöglichkeit mit einbeziehen, damit du dich später keinem erneuten Gesundheitscheck unterziehen musst, sobald du mehr verdienst und die Versicherungssumme erhöhen möchtest

– Achte darauf, dass der Vertrag keine „Abstrakte Verweisung“ beinhaltet

– Laufzeit kann quasi unbegrenzt bis zum Renteneintritt laufen

– Darauf achten, eine Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen

Die Unfallversicherung (optional)

Mit der privaten Unfallversicherung bist du abgesichert, falls du durch einen Unfall erwerbsunfähig wirst. Die private Unfallversicherung kann eine wichtige Ergänzung sein, da die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Unfällen in der Arbeit und auf dem Weg dorthin greift, nicht jedoch bei Unfällen in der Freizeit. Hier bekommst du keine feste Rente, sondern eine vereinbarte Summe ausgezahlt. Hier ist eine Deckungssumme von 200.000€ empfehlenswert, was etwa 10 bis 15 Euro im Monat ausmacht.

Wann macht sie Sinn?

Die Unfallversicherung macht nur dann Sinn, wenn du keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kannst, z.B. aufgrund einer Vorerkrankung. Falls der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in deinem Fall möglich ist, solltest du auch unbedingt auf diese zurückgreifen! Denn hier bist du auch bei Berufsunfähigkeit infolge von Krankheiten abgesichert, die in 90 Prozent der Fälle zu Berufsunfähigkeit führen! Die Unfallversicherung ist also immer erst die zweite Wahl.

FAZIT

Sich frühzeitig zu versichern ist wichtig und sollte nicht unterschätzt werden, denn das Schicksal schlägt oft schnell und unerwartet zu. Allerdings ist es empfehlenswert solange zu warten, bis die private Haftpflicht für dich versicherungspflichtig wird. Dann kannst du zusätzlich Hausrat- und Berufsunfähigkeitsversicherung bei ein und derselben Versicherung abschließen und somit bessere Konditionen bekommen.

Weitere Versicherungen

Eine private Rechtsschutzversicherung ist eine feine Sache, wenn man z.B. Ärger mit dem Arbeitgeber oder Vermieter bekommt. Sie kostet etwa 150 € im Jahr.
Lebensversicherungen aller Art, als Form einer späteren Altersvorsorge, lohnen sich heutzutage kaum noch. Dafür sind die Zinsen zu niedrig. Hinzu kommt, dass bei
späterer Auszahlung erneut Steuern fällig werden, welche beim Einzahlen ja bereits aus dem Lohn und Gehalt abgeflossen sind.

Die KFZ-Versicherung ist eine Pflichtversicherung. Preisvergleiche lohnen sich im-mer, da sich die Preise der Versicherungsgesellschaften stark unterscheiden. Die Höhe des Versicherungsbeitrages richtet sich nach Alter, Wohnort, Fahrzeugtyp und unfallfreien Jahren. Bei Neuwagen sollte man immer die Vollkaskoversicherung wählen, bei Gebrauchtwagen reicht in der Regel die Teilkasko. Um Geld zu sparen, kannst du die Versicherung jährlich kündigen und einen günstigeren Versicherer wählen. Gerade in jungen Jahren sind die Beiträge horrend hoch. Wer schlau ist, lässt das Auto über einen Elternteil mit wenig Prozenten versichern und spart bis zu 1.000€ im Jahr!

Wohnung mieten ohne Makler

Wohnung mieten ohne Makler

Neben den Kosten für Möbel, Wandfarben, Hänger oder Umzugswagen zahlen Mieter häufig eine Maklergebühr für ihre neue Wohnung. Im Folgenden erfährst du, was hinter der Vermittlerprovision steckt und wie du provisionsfreie Wohnungen finden kannst.

Warum gibt es die Maklergebühr?

Immobilienmakler vermitteln freie Wohnungen und Häuser an Interessenten. Diesen Service lassen sie sich mit einer Provision bezahlen, die entweder der Vermieter oder der Mieter trägt. In der Regel kommen die künftigen Mieter für die Provision auf.

Diese Vorgehensweise ist ein heiß diskutiertes Thema im Bundesrat und in den Medien: Viele Menschen möchten eine Wohnung mieten, ohne Makler zu bezahlen. Sie sprechen sich dafür aus, dass ausschließlich Vermieter die Gebühr übernehmen sollten. Ob es zu einer solchen Regelung kommt, bleibt offen.

Wie hoch ist die Provision?

Die Höhe der Vermittlergebühr ist gesetzlich begrenzt und darf nicht mehr als zwei Monatsmieten inklusive Mehrwertsteuer betragen. Hierbei ist nicht die Bruttomiete (Miete inklusive Nebenkosten) gemeint, sondern die Nettokaltmiete. Falls ein Immobilienmakler eine höhere Gebühr verlangt, können sich Betroffene beim Maklerverband beschweren.

Wer suchet der findet: Wohnung mieten ohne Makler

Nicht jede Wohnung wird von einem Immobilienmakler vermarktet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Vermieter Mittler beauftragen, hängt vom Wohnungsmarkt ab: Je mehr Interessenten in einer Region existieren, desto häufiger lassen Eigentümer ihre Wohnungen professionell vermarkten. Falls du eine Wohnung mieten möchtest, ohne Makler zu bezahlen, solltest du dich bei der Wohnungssuche auf weniger stark umkämpfte Wohngebiete konzentrieren.

Eine weitere Möglichkeit, eine eigene Wohnung ohne Provision zu finden, ist das Aufgeben einer Annonce. Das ist sowohl in Online-Immobilienportalen als auch in der Zeitung möglich. Mit dem Zusatz „nur von Privat“ im Anzeigentext, kannst du sicher sein, dass sich ausschließlich Privatpersonen bei dir melden.

Bei Wohnungsbaugesellschaften oder Wohnungsgenossenschaften kannst du ebenfalls eine Wohnung mieten ohne Makler zu vergüten. Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften gehören häufig zu den Kommunen und stellen günstigen Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten bereit.