An- und Ummelden bei Umzug: Daran musst du denken

An- und Ummelden bei Umzug: Daran musst du denken

An- und Ummelden bei Umzug:
Daran musst du denken

  • 2 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Früher oder später fällt dir vielleicht auf, das viele Briefe noch bei den Eltern einflattern. Viel schlimmer wäre es jedoch, wenn dir am Einzugstag in die erste Wohnung auffällt, das du noch keinen Telefonanschluss angemeldet hast. Das ist in all der Aufregung und Stress schon manch Anderen passiert. Doch es gibt noch einige andere Dinge zu beachten.

Ummelden: Was muss an- oder umgemeldet werden?

Wenn du von Zuhause ausziehst, muss du deinen Wohnsitz an bzw. ummelden. zuständig dafür ist das örtliche Einwohnermeldeamt, in der sich dein neues zu Hause befindet. Oft sind diese Einwohnermeldeämter im Rathaus, Stadthaus oder Bürgeramt untergebracht. Im Internet, Telefonbuch oder über die Auskunft ist die Telefonnummer zu erfahren und über die Zentralen der Einwohnermeldeämter auch die Adresse sowie die Öffnungszeiten.

Du musst alle Behörden und Institutionen rechtzeitig über deine neue Anschrift informieren, damit du nicht jedesmal nach Hause gehen musst, um deine persönlichen Briefe ab zu holen. Abgesehen davon musst du dich natürlich auch um Strom, Internet, Telefon und viele weitere Dinge kümmern, die nicht von selbst angemeldet werden.

Unterschied zwischen An- und Ummelden?

Den gibt es. Und zwar musst du dich ummelden, wenn du innerhalb deiner Stadt umziehst. Wechselst du zum Beispiel von Berlin nach Hamburg, meldest du dich in einer neuen Stadt an, demzufolge einmal abmelden und dann wieder anmelden.

Warum der ganze Aufwand?

Bei uns ist es Pflicht, den neuen Wohnsitz innerhalb von sieben Tagen anzumelden. Wird diese Frist überschritten, können Bußgelder auf dich zukommen. Ein ausgefüllter Meldeschein übernimmt so quasi die gesetzliche An- und Ummeldung und dient gleichzeitig als Ihr Nachweis.

Was benötige ich zum An- und Ummelden?

Auf jeden Fall ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Ein gesetzlicher Vertreter kann für dich im Notfall einspringen. Bis zum 16. Lebensjahr sind deine Eltern für deine Ummeldung verantwortlich.

Was gibt es besonderes zu beachten?

Mit allen nötigen Papieren in petto verläuft dieser Prozess recht zügig. Hast du mehrere Wohnsitze, z.B. durch die Arbeit oder Schule, musst du einen Hauptwohnsitz angeben. Welcher dieser sein soll, musst du selbst abwägen. Ämter wie z.B. das Bafög-Amt müssen immer über deinen Wohnortwechsel informiert werden.

Das muss an- und umgemeldet werden:

  • $Einwohnermeldeamt
  • $Strom und Gas
  • $Telefon und Internet
  • $KFZ-Zulassung
  • $Mobilfunk/Handy
  • $Versicherungen
  • $GEZ

Über neue Anschrift informieren:

  • $Krankenkasse
  • $Schule, Uni
  • $Arbeitgeber
  • $Banken
  • $Finanzamt bei Wohnortwechsel
  • $Kindergarten
  • $Abo's
  • $Vereine und Hobby
Kostenüberblick: Was eine eigene Wohnung 2024 kostet

Kostenüberblick: Was eine eigene Wohnung 2024 kostet

Kostenüberblick: Was eine eigene Wohnung kostet

  • P5 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber
Die erste eigene Wohnung ist nicht nur ein Traum, sondern in vielerlei Hinsicht auch eine Herausforderung. Vor allem finanziell muss der Einzug in eine Wohnung gut geplant sein. Nicht wenige unterschätzen, was eine Wohnung kosten kann. Mit welchen Wohnungskosten du rechnen musst, zeigt dir dieser Beitrag.

Kostenrechner hilft bei der Planung

Bevor du mit der Planung und Umsetzung für die eigene Wohnung beginnen kannst, muss geklärt sein, ob deine finanzielle Sicherheit gewährleistet ist. Sie ist das wichtigste Kriterium für die von dir angestrebte Selbstständigkeit. Ob deine finanziellen Mittel reichen, hängt vor allem von der Höhe deiner Einkünfte und den Kosten der Wohnung ab, in die du einziehen möchtest.

Aufgrund der vielen verschiedenen Ausgaben wie Miete, Mietnebenkosten, GEZ, Versicherungen etc. weißt du vorher nicht genau, welche Kosten auf dich zukommen. Gerade, wenn du in jungen Jahren (speziell mit 16 und 17 Jahren) eine eigene Wohnung mieten möchtest, stellt sich die berechtigte Frage, wie du alles finanzieren willst.

Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn du dir einen Plan machst. Mit einem Kostenrechner kannst du deine Einnahmen sowie die anfallenden Kosten für die erste Wohnung gegenrechnen. Nur wenn nach Abzug der Wohnungskosten genug Geld für deine Lebenshaltung (also für Lebensmittel, Hobby usw.) übrigbleibt, ist eine eigene Wohnung ein realisierbarer Traum.

Kosten für den Einzug beachten

Neben den laufenden Kosten kommen bereits vor dem Einzug oft weitere Ausgaben auf Dich zu. Es entstehen also schon vor dem Ausziehen Kosten, die gestemmt werden müssen. Die erste eigene Wohnung muss eventuell renoviert werden, es fallen Kosten für neue Teppichböden, Tapete, Farbe und Werkzeug an. Wenn du die Renovierung selbst erledigst, sparst du dir zwar die Handwerker, aber das Material und das Werkzeug musst du trotzdem selbst bezahlen.

Ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor ist die im Mietvertrag vereinbarte Kaution, die du schon vor dem Einzug bezahlen musst. Sie dient dem Vermieter als Sicherheit und wird verwendet, falls du nach dem Auszug bleibenden Schäden hinterlässt. Die Mietkaution darf laut § 551 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) nicht mehr als drei Monatskaltmieten (Nettomiete ohne Nebenkosten) betragen!

Kaltmiete + Nebenkosten = Warmmiete

Kaltmiete

Die Kaltmiete, die auch Nettokaltmiete genannt wird, bezeichnet den Teil der Miete, der die reinen Kosten für die Raumnutzung abdeckt. In ihr sind also noch keine Betriebskosten oder andere sonstige Kosten enthalten. Sie berechnet sich aus der Anzahl der Quadratmeter mal dessen Preis. Letzterer ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich hoch. 2021 wurden durchschnittlich folgende Quadratmeterpreise für Wohnungen verlangt:

unter 40 m2 = 11,30 Euro

40 bis 60 m2 = 8,00 Euro

60 bis 80 m2 = 7,90 Euro

80 bis 100 m2 = 8,70 Euro

100 bis 120 m2 = 8,80 Euro

ab 120 m2 = 8,90 Euro

Berechnungsbeispiel:

Wenn die Durchschnittskosten je Quadratmeter für eine Wohnung mit 90 m2 bei 8,70 Euro liegen, dann beträgt die Kaltmiete 783 Euro (90 x 8,70 Euro). Hinzu kommen noch die Nebenkosten. Rechnet man hier mit etwa 2 Euro pro Quadratmeter, dann ergibt sich für die Nebenkosten ein Betrag von 180 Euro. Die Warmmiete beträgt in diesem Fall 963 Euro monatlich.

Nebenkosten

Die Nebenkosten werden monatlich als zusätzlicher Abschlag gezahlt. Einmal im Jahr werden sie in Form einer vom Vermieter zu erstellenden Nebenkostenabrechnung den tatsächlich entstandenen Nebenkosten gegengerechnet. Hast du das Jahr über zu viel gezahlt, erhältst du den Differenzbetrag zurück, war der Abschlag zu niedrig, musst du den Differenzbetrag nachträglich an den Vermieter zahlen. Bei den Nebenkosten ist grundsätzlich zwischen den warmen Betriebskosten (Nebenkosten) und den kalten Betriebskosten zu unterscheiden.

Die warmen Betriebskosten beinhalten die Wasser- und Heizungskosten. Diese können, abhängig vom eigenen Verbrauch den örtlichen Preisen, stark schwanken. Die Nebenkostenabrechnung nach dem ersten Jahr in der eigenen Wohnung ist zwar gefürchtet, kann aber für die Zukunft hilfreich sein. Am besten ist es, wenn du von Beginn an bewusst Wasser sparst und möglichst effizient heizt. Pro Monat solltest du durchschnittlich etwa 90 Euro einplanen. Zu den kalten Betriebskosten zählen alle nicht auf Wasser oder Heizung bezogenen Kosten.

 

Praxis-Tipp: Wenn du die Nebenkostenabrechnung deines Vermieters erhältst, solltest du diese Wohnungskosten nicht einfach bezahlen. Besser ist es, die Rechnung zunächst gründlich zu überprüfen. Beispielsweise gibt es eine Frist für die Zustellung der Nebenkostenabrechnung. Gerechnet vom Ende des Berechnungszeitraumes bleibt dem Vermieter genau ein Jahr Zeit, dir die Rechnung fristgerecht zukommen zu lassen.

Die größten Posten hinsichtlich der Wohnungskosten

Wenn du dich um eine eigene Wohnung bewirbst, dann gibt es aus finanzieller Sicht einige Kosten, die den Großteil deiner Ausgaben ausmachen werden. Wir nennen dir die wichtigsten.

(1) Warmmiete – Der größte Posten der Kosten

Die letztlich zu zahlender Warmmiete setzt sich ja aus der Nettokaltmiete und den warmen und kalten Betriebskosten (Nebenkosten) zusammen. Experten schätzen, dass du neben der Kaltmiete noch etwa 2,17 Euro pro Quadratmeter für Nebenkosten aufwenden musst. Unter den kalten Betriebskosten versteht man:

  • PGrundsteuer
  • PWasserkosten: z.B. Kosten für Wassergeld & Wasseruhr
  • PAbwassergebühren
  • PFahrstuhl: z.B. Beaufsichtigung, Bedienung und Pflege
  • PStraßenreinigung und Müllabfuhr
  • PHausreinigung
  • PGartenpflege
  • PBeleuchtung
  • PSchornsteinreinigung
  • PHausmeister
  • PTV-Antenne
  • PGemeinschaftliche Einrichtungen
Im Mietvertrag müssen nicht alle diese Punkte aufgelistet sein. Deshalb ist es ratsam, vor der Vertragsunterzeichnung alle enthaltenen Leistungen zu überprüfen.

 

Wichtiger Hinweis:

Was nicht in die Nebenkosten gehört, sind z. B. Verwaltungskosten, Kosten für Instandhaltung und anfallende Reparaturen (etwa am Fahrstuhl). Auch vom Vermieter zu bildenden Rücklagen sind nicht umlagefähig, dürfen also nicht als Nebenkosten von dir als Mieter zurückverlangt werden.

Pauschal kann hier keine Zahl als Kostenfaktor angegeben werden, da sich die Mietpreise in Deutschlands teils stark unterscheiden können. Jedoch ist die Warmmiete normalerweise immer der höchste Kostenfaktor im Monat, gefolgt von den Lebenshaltungskosten.

(2) Strom

Die Kosten für Strom werden zwar oft mit im Mietvertrag angeboten, sollten aber lieber separat angemeldet werden. Dazu aber später mehr. Vielmehr geht es hier lediglich um die Kosten, die dadurch verursacht werden.

Nachfolgend findest du eine kleine Tabelle für eine ungefähre Orientierung. Dabei habe ich mich jeweils auf den günstigsten Stromanbieter und Tarif bezogen. (z.B. Wechselpiraten Vergleichsportal)

Haushalt Verbrauch Kosten
Singlehaushalt 1300-2000 kWh ~ 40€ / Monat
2 Personen 2000-2500 kWh ~ 55€ / Monat
4 Personen 3000-4000 kWh ~ 80€ / Monat

Wovon hängt der Monatspreis für den eigenen Stromtarif ab? Wie eine Wohnung Kosten in verschiedenen Bereichen verursacht, so gibt es auch hinsichtlich der Stromkosten verschiedene, beeinflussende Faktoren:

  • PAnzahl verfügbarer Anbieter in der Region
  • PHöhe der Arbeitspreise, Grundpreise und Boni ist abhängig vom Anbieter
  • PZusatzoptionen (kürzere Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, Vorkasse, Preisgarantie)
  • PAngabe des richtigen Stromverbrauchs beim Vergleich
Hier gibt es nähere Informationen zum Strompreisvergleich sowie zur Anmeldung bzw. Ummeldung für Strom.

(3) Allgemeine Lebenshaltungskosten

Lebenshaltungskosten beinhalten alle Ausgaben, die du tätigen musst, um die täglichen Erfordernisse zu erfüllen. Hierzu gehören hauptsächlich Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Bekleidung und Aufwendungen für die Freizeitgestaltung. Für diesen Bereich solltest du wenigstens 250 bis 350 Euro pro Monat und Person einplanen.

Hier findest du noch weitere, interessante Infos  zu den Lebenshaltungskosten, zu denen auch die noch folgenden Punkte 4 bis 7 gezählt werden.

(4) Telekommunikation

Hauptkostenfaktoren sind hier der Festnetz- und Internet-Anschluss, heutzutage meist gekoppelt in einem Vertrag. Dazu kommen noch deine zusätzlichen Ausgaben für dein Handy bzw. sogar für mehrere Handys. Außerdem musst du noch die monatliche Gebühr für die GEZ einplanen, solltest du nicht befreit werden können:

  • PGEZ-Gebühr (17,50 Euro monatlich pro Haushalt)
  • PTelefonanschluss mit Internetvertrag (ab 30 Euro/Monat)
  • PHandyvertrag (ab 10 Euro pro Monat, je nach Tarif)

(5) Mobilität

Da du ja auch auf dein Auto oder Öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bist, musst du mit nicht unerheblichen Kosten rechnen. Besitzt du ein Auto, musst du die Aufwendungen für KFZ-Steuer, KFZ-Versicherung sowie für Wartung und Benzinkosten einplanen. Die Kosten für einen Kleinwagen liegen bei durchschnittlich etwa 200 Euro monatlich. Bist du noch Schüler, fallen meist Kosten für eine Monatskarte an. Wie teuer diese ist, hängt von deinem Wohnort ab.

(6) Versicherungen

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass der Bezug einer eigenen Wohnung dich nicht verpflichtet, irgendeine Versicherung abzuschließen. Dich selbst oder deinen Hausrat gegen Schäden zu versichern, ist immer eine freiwillige Entscheidung. Als sinnvoll gelten aber folgende Versicherungen:

  • PPrivate Haftpflicht: ab 35 Euro/Jahr - In der Ausbildung in der Regel über Eltern mitversichert
  • PKFZ-Versicherung: ab 400€ im Jahr oder wird von Eltern übernommen?
  • PKrankenversicherung: Bereits versichert über Eltern oder automatisch enthalten in Sozialabgaben
  • PBerufsunfähigkeitsversicherung oder Unfallversicherung: kein Muss bei begrenzten finanziellen Mitteln
  • PHausratsversicherung: (ab 35€ / Jahr - Zu Beginn kaum notwendig)
Hier geht es zu mehr Informationen rund um das wichtige Thema Versicherungsschutz, Versicherungsarten und Versicherungen.

(7) Sonstiges

In vielen Bundesländern ist die Müllabfuhr ein externer Dienstleister, welcher nicht über die Mietnebenkosten abgerechnet wird. Diese melden sich bei dir und werden von deinem Umzug oder Auszug informiert. Die Müllgebühr wird pauschal einmal im Jahr gesondert gefordert und liegt meist zwischen etwa 35 und 40 Euro/Jahr.

Was viele bei der Berechnung der Wohnungskosten vergessen, sind die sogenannten Genussmittel (vor allem Zigaretten).  Wenn du beispielsweise jeden Tag eine Schachtel Zigaretten für 6 Euro rauchst, entstehen dir jährliche Kosten von 2.190 Euro.

Zum Bereich Lebenshaltungskosten zählen übrigens auch Kosten für den Urlaub, also Aufwendungen für Flug-, Zug-, Bus- oder Autoreise sowie für die Unterkunft am Zielort. Darüber hinaus musst du mit Kosten für Freizeitgestaltung und Bewirtung rechnen. Je nach Urlaubslänge und Unterbringung können hier mehrere Hundert bis mehrere Tausend Euro anfallen. Diese Kosten wirst du meist durch Sparen erwirtschaften.

Fazit – was eine eigene Wohnung kosten wird, hängt auch von dir ab

Die hier genannten Kosten sollten dich nicht zu sehr verunsichern. Viele können je nach Situation entfallen oder werden noch von den Eltern übernommen. Wenn du bewusst sparst und sorgsam mit deinem Geld umgehst, kannst du die Wohnungskosten gut planen und bist hinsichtlich der monatlichen Ausgaben auf der sicheren Seite. Du solltest dich auf jeden Fall über mögliche finanzielle Unterstützungen vom Staat, z. B. KindergeldUnterhalt usw. informieren. Bitte beachte auch die Kosten für Einrichtung der ersten Wohnung. Dabei hilft dir auch folgende Checkliste.