Wohnsitz ummelden: Vollmacht, Kosten, GEZ und benötigte Unterlagen

Wohnsitz ummelden: Vollmacht, Kosten, GEZ und benötigte Unterlagen

Wohnsitz ummelden: Vollmacht, Kosten, GEZ und benötigte Unterlagen

  • 5 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Weißt du eigentlich, dass du deinen Wohnsitz ummelden must, wenn du innerhalb des Stadtgebiets umziehst? Wenn du bereits aus deinem Elternhaus ausgezogen bist und den Umzug erledigt hast, ist zwar die schwerste Arbeit getan, es bleibt aber noch das bürokratische Procedere. Wie und wo du deinen Wohnsitz ummelden kannst, wie lange du dafür Zeit hast und was du dafür benötigst, erklärt dieser Beitrag.

Wohnsitz ummelden oder anmelden?

Dieser Unterschied wird für dich wichtig, wenn es darum geht, ob du in deiner bisherigen Stadt wohnen bleibst oder durch den Einzug in deine erste eigene Wohnung in die Zuständigkeit eines anderen Einwohnermeldeamtes wechselst. Letzteres ist der Fall, wenn du z. B. von Berlin nach Köln ziehst. Dann musst du deinen neuen Wohnsitz beim nach dem Umzug für dich zuständigen Meldebehörde anmelden. 

Zuständig für die Wohnsitz-Ummeldung ist immer das örtliche Einwohnermeldeamt, in der sich dein neues zu Hause befindet. Oft befinden sich diese Einwohnermeldeämter im Rathaus, Stadthaus oder Bürgeramt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Im Internet, Telefonbuch oder über die Auskunft kannst du die Telefonnummer erfahren. Auch die Zentralen der Einwohnermeldeämter können dir alle wichtigen Informationen wie Telefonnummer, Ansprechpartner, Öffnungszeiten sowie die Adresse geben. 

Welche Fristen sind bei der Ummeldung einzuhalten?

Wenn du in eine neue Wohnung ziehst, musst du dich laut § 17 Bundesmeldegesetz (BMG) innerhalb einer bestimmten Frist ummelden. Wie lange du dafür Zeit hast, hängt von der zuständigen Meldebehörde ab. In der Regel beträgt die Frist aber ein bis zwei Wochen. Diese Frist wird auch im BMG genannt. 

Hältst du dich nicht an die vorgeschriebene Frist, kann dies zu einem Bußgeld führen. Die Entscheidung über die Verhängung einer solchen Strafzahlung trifft immer der zuständige Sachbearbeiter. Normalerweise beträgt das Bußgeld für die Fristüberschreitung bei der Wohnsitz-Ummeldung zwischen 20 und 30 Euro. 

Weil die Meldeämter in vielen Städten überlastet sind, solltest du dich frühzeitig um einen Termin kümmern, damit du die gesetzte Frist auch wirklich einhalten kannst. Falls die Fristüberschreitung nicht in deiner Verantwortung lag, wird der Sachbearbeiter kein Bußgeld verhängen. 

Wohnsitz ummelden per Vollmacht

Es ist prinzipiell möglich, einen Vertreter zur Meldestelle zu schicken, der die Ummeldung für dich erledigt. Falls du beispielsweise direkt nach dem Wohnsitzwechsel beruflich für längere Zeit verreisen musst, stellst du einer Person deines Vertrauens eine Vollmacht zur Ummeldung aus, händigst ihr die notwendigen Unterlagen aus und schon kann deine Vertretung deinen Wohnsitz ummelden. 

Wie eine solche Vollmacht formuliert ist, bleibt dir überlassen. Sie kann auch handschriftlich aufgesetzt sein. Damit die Meldebehörde sie akzeptiert, müssen bestimmte Angaben enthalten sein:

  • $Name des Ausstellers und des Bevollmächtigten
  • $Geburtsdatum des Ausstellers und des Bevollmächtigten
  • $Aktuelle Anschrift des Ausstellers und des Bevollmächtigenden
  • $Bezeichnung und Anschrift der Meldebehörde
  • $Unterschrift (eigenhändig) des Bevollmächtigenden

Wichtiger Hinweis: Bei manchen Einwohnermeldeämtern besteht inzwischen die Möglichkeit, die Ummeldung des Wohnsitzes per Post oder mithilfe eines Online-Formulars zu erledigen. Auf den Websites der Behörden findet sich meist ein Hinweis darauf, ob eine postalische bzw. elektronische Ummeldung des Wohnsitzes möglich ist. 

Bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres sind übrigens deine Eltern bzw. der erziehungsberechtigte Elternteil für die Ummeldung deines Wohnsitzes verantwortlich. Ohne ihr Zutun kannst du bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs deinen Wohnsitz nicht rechtskräftig wechseln. 

Diese Unterlagen benötigst du, wenn du deinen Wohnsitz ummelden willst

Wie bei fast jedem behördlichen Vorgang brauchst du auch für die Ummeldung Unterlagen. Normalerweise brauchst du folgende Unterlagen für das Einwohnermeldeamt:

  • $Personalausweis und/oder Reisepass (aller anzumeldenden Personen)
  • $Meldeformular (gibt es oft als ausdruckbares Online-Formular, ausgefüllt und unterschrieben)
  • $Vermieterbescheinigung als Nachweis eines bestehenden Mietvertrags (wird auch als Wohnungsgeberbestätigung bezeichnet)
  • $Grundbuchauszug, Notarvertrag oder aktueller Grundsteuerbescheid (nur bei Umzug in eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim)

Hast du alle Unterlagen vollständig dabei, funktioniert das Wohnsitz ummelden innerhalb weniger Minuten. Damit du keine langen Wartezeiten überbrücken musst, ist es sinnvoll, im Vorfeld einen Termin für die Ummeldung zu vereinbaren. Das spart dir unter Umständen sehr viel Zeit. 

Welche Kosten die Ummeldung des Wohnsitzes verursacht

In vielen Städten und Gemeinden ist das Wohnsitz ummelden kostenfrei, solange du kein Bußgeld zahlen musst, weil du zu spät bist. Nicht selten verlangen die Meldeämter aber eine sogenannte Bearbeitungsgebühr von maximal 20 Euro als Kosten für die Ummeldung des Wohnsitzes. 

Nimm also genügend Bargeld oder deine Kreditkarte mit zu deinem Ummelde-Termin. Zusätzliche Kosten entstehen dir, wie schon erwähnt nur, wenn du die Frist zur Ummeldung des Wohnsitzes durch eigene Schuld nicht einhältst. 

Wohnsitz bei anderen Institution wie der GEZ ummelden
Konntest du deinen Wohnsitz ummelden? Gut, denn du musst auch andere Institutionen über deinen Wohnsitzwechsel informieren und bestimmte Anmeldungen neu vornehmen, z. B.:

  • $GEZ
  • $Telefon und Internet (einschließlich Mobilfunkanbieter)
  • $Strom und Gas
  • $Arbeitgeber (bei Arbeitslosenhilfe oder Hartz-4 die Bundesagentur für Arbeit)
  • $Finanzamt
  • $Bank
  • $Kindergarten und/oder Schule (der Kinder)
  • $Versicherungen
  • $Kfz-Zulassungsbehörde
  • $Vereine
  • $Abonnements (z. B. für Magazine, Tageszeitungen)

Praxis-Tipp: Was viele gerne vergessen, ist der Nachsendeantrag für die Post. So stellst du sicher, dass du alle wichtigen Sendungen auch nach deinem Umzug rechtzeitig erhältst. Zeitgleich mit dem Nachsendeauftrag kannst du auch einen Benachrichtigungsservice beauftragen. Dann erhalten alle, die Post an dich senden einen Hinweis mit deiner neuen Anschrift. Erteilst du einen solchen Nachsende- und Benachrichtigungsauftrag online, achte darauf, dass es wirklich die Deutsche Post ist, mit der du kommunizierst. Es gibt nämlich Drittanbieter, die erst bei genauerem Hinsehen nichts mit der Post zu tun haben und deutlich höhere Kosten verlangen. 

Vor allem solltest du deinen Wohnsitz ummelden, weil du erst dann viele der oben genannten Behördengänge erledigen kannst. Viele möchten nämlich eine Bestätigung der Ummeldung für ihre Unterlagen.

Fazit: Wohnsitz ummelden sollte gut geplant sein

Auch wenn du bei einem Wohnsitzwechsel und dem Bezug einer ersten eigenen Wohnung an vieles denken musst, so ist das Wohnsitz ummelden ein wichtiger Schritt. Immerhin wird die neue Wohnung damit offiziell zu seinem Wohnort. Durch die verschiedenen Ummelde-Möglichkeiten (persönlich, online, postalisch) nimmt diese Aufgabe nur wenig Zeit in Anspruch. Falls du tatsächlich keine Zeit findest, kann ein Vertreter mit einer Vollmacht zur Ummeldung den Behördengang für dich übernehmen. Das Wohnsitz ummelden ist auch deshalb so wichtig, weil du erst anschließend andere Institutionen informieren kannst, etwa die Zulassungsstelle für dein Kfz. Außerdem ist die Ummeldung gesetzlich vorgeschrieben und das Bußgeld für die Nichteinhaltung der Ummeldefrist kannst du sicher für andere Dinge gebrauchen.

Balkongestaltung: So wird dein Balkon ein echter Hingucker

Balkongestaltung: So wird dein Balkon ein echter Hingucker

Balkongestaltung: So wird dein Balkon ein echter Hingucker

  • 3 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Bei deiner Wohnungssuche stand das Auswahlkriterium Balkon ganz oben auf der Liste. Jetzt hast du endlich dein Traumdomizil mit ‚Außenwohnzimmer‘ gefunden. Beim Spaziergang durch dein neues Viertel sind dir drei Arten von Balkonen aufgefallen. Erstens: gar nicht oder lieblos gestaltet. Zweitens: man hat sich bemüht, aber die Pflanzen sehen kümmerlich aus. Und dann sind da die Top-Balkone. So einen willst du auch haben. Wir verraten dir, was die Besitzer solcher Balkone richtig gemacht haben.

Welcher Balkonbewohner bist du?

Für den perfekten Balkon gibt es kein Patentrezept. Wie du ihn gestaltest, hängt zum einen von seiner Größe ab. Zum anderen von deinen Präferenzen. Hier eine Auswahl von Nutzungsmöglichkeiten:

  • $frühstücken
  • $größere Mahlzeiten oder Grillen
  • $in-der-Sonne-liegen
  • $Wäsche trocknen
  • $ganz viele Balkonpflanzen hegen und pflegen
  • $Gemüse und Kräuter anbauen
  • $den 'Stubentiger' auf die Pirsch gehen lassen

Auf die Himmelsrichtung kommt es an

Neulinge in der Balkongestaltung stehen vor einem riesigen Angebot von Pflanzen, Möbeln und Dekorationsartikeln. Als Leitfaden hilft die Orientierung an einem übergeordneten Stil – beispielsweise mediterran, puristisch-praktisch oder asiatisch. Damit hast du eine ästhetische Richtschnur. Aber wie wählst du Pflanzen aus, die wirklich ‚funktionieren‘? Und wie findest du deine Lieblingsmöbel? Dafür gibt es eine einfache Entscheidungshilfe – nämlich die Himmelsrichtung, in die dein Balkon zeigt.

Einen Südbalkon gestalten

Der Südbalkon ist ein Balkon für Sonnenanbeter, denn er hat die meisten Sonnenstunden. Sonnenliegen und bequeme Sessel sind ein Muss. Aber auch der Sonnenschirm ist Pflicht, oder eine stabile Design-Markise. Als Bodenbelag empfiehlt sich Holz oder ein Outdoorteppich – die heizen nicht so stark auf. Beim Mobiliar solltest du auf Metall verzichten. Holz oder Polyrattan haben auch im Sonnensonnenlicht anfassbare Temperaturen. Viele klassische Balkonpflanzen lieben lange Sonnenbäder. Die Geranie gedeiht üppig, ebenso die Petunie, das Kapkörbchen, die Studentenblume (Tagetes) und die Lobelie. Schaffe dir am besten Blumenkästen mit Wasserreservoir oder Bewässerungssysteme an.

Einen West- oder Ostbalkon gestalten

Ost- und Westbalkon liegen den halben Tag in der Sonne – oder, wie es der Gärtner nennt, im Halbschatten. Das sind ideale Voraussetzungen für viele Balkonpflanzen. Besonders gut gedeihen Fleißiges Lieschen, Glockenblume, Verbene und Männertreu. Auch Zimmerpflanzen wie die Grünlilie oder die Buntnessel fühlen sich auf West- und Ostbalkonen wohl. Auf dem Ostbalkon hast du Morgensonne – ein idealer Ort, um den Tag an einem schön gedeckten Frühstückstisch zu begrüßen. Der Westbalkon ist die Freiluft-Lounge fürs Chillen am Feierabend. Vielleicht wählst du Lounge-Möbel aus und (oder) schaffst eine kleine Grill-Ecke. Bedenke, dass du auch auf Ost- und Westbalkonen einen Sonnenschutz brauchst. 

Einen Nordbalkon gestalten

Nordbalkone sind selten, denn die meisten Menschen lieben Sonnenlicht. Aber in so manchem heißen Sommer hätte mancher einen Platz im Schatten bevorzugt. Wähle für Möblierung und Bodenbelag warme Materialien. Der Klassiker Holz (gut gegen Feuchtigkeit geschützt) oder ein dicker Outdoor-Teppich lassen die gefühlten Temperaturen schon steigen. Viel kannst du im ‚Norden‘ auch mit Licht erreichen: LED-Ketten oder echte Teelichter in Windgläsern zum Beispiel. Die Pflanzenauswahl ist etwas eingeschränkter, kann sich aber sehen lassen: Begonie, Fuchsie, Buchsbaum, Tränendes Herz und Hortensie kommen gut mit kühlem Schatten zurecht. Ein Sonnenschutz ist auf dem Nordbalkon nicht nötig. 

©Hadrian_shutterstock.com_390656725 (Titelbild)
©AVN Photo Lab_shutterstock.com_293879747

Balkonvariante

Fazit

Erfolgreiche Balkongestaltung ist gar nicht schwer. Wäge deine Nutzungswünsche und -möglichkeiten gegeneinander ab. Und orientiere dich an der Himmelsrichtung, in die dein Balkon weist. Und jetzt noch einen Schuss Individualität – fertig ist das Outdoor-Kunstwerk.

So nützlich sind Badteppiche

So nützlich sind Badteppiche

So nützlich sind Badteppiche

  • 3 Minuten Lesedauer

Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Beim Bezug der ersten Wohnung wird der Badezimmereinrichtung oft nur wenig Beachtung geschenkt. Badteppiche – so scheint es – gehören nicht zum vordringlichen Wohnungsbedarf. Doch das ist eine Fehleinschätzung. Von Anfang an sollte ein Badteppich vorhanden sein – wir erklären warum.

Kalte Fliesen bedeuten kalte Füße

Schön entspannt baden oder unter warmem Wasser duschen und dann mit nassen Füßen auf die nackten Fliesen im Badezimmer treten – das ist kein Wohlfühlerlebnis. Speziell nasse Füße nehmen die Bodenkälte besonders schnell auf. Wasser als Wärme- und Kälteleiter verstärkt den Kälteeffekt unter den Fußsohlen, der von einem Fliesenboden ausgeht. Die Rituale des Abtrocknens erhalten dadurch einen Stressfaktor. Die Füße möchten sich dem Kälteerlebnis entziehen und es entsteht ein unbewusst hektisches Verhalten, die Körperpflege möglichst schnell zu beenden. Tritt man nach dem Baden oder Duschen auf einen weichen und dichten Badteppich, wird umgekehrt das Körpergefühl von Entspannung und Wohlgefühl gefördert. Auch wenn diese kleinen Situationen zunächst nebensächlich erscheinen, prägen sie doch die täglichen Rituale der Körperpflege. Wer auf achtsamen Umgang mit dem eigenen Wohlbefindens wert legt, sollte von Anfang an einen flauschigen Badteppich an der Wanne platzieren.

Badteppiche schützen vor Rutsch- und Unfallgefahr

Pro Jahr passieren 250.000 Unfälle in deutschen Badezimmern! Fast alle gehen auf das Ausrutschen in Dusche, Wanne oder nassen Fliesen zurück. Oft kommt es zu Knochenbrüchen oder Prellungen an Armen und Händen. Nasse Füße auf glatten Fliesen zählen zu den großen Risikofaktoren. Beim Ausstieg aus der Duschkabine oder einer Badewanne tritt man zunächst nur mit einem Fuß auf. Dabei wird das Körpergewicht auf diesen einen Fuß verlagert und das gesamte Gleichgewicht ist instabil. In diesem Moment kommt es sehr leicht zu Rutschunfällen. Ein Badteppich ist eine wichtige Antirutschunterlage, die dem Fuß sicheren Halt bei den Bewegungsabläufen bietet. Wichtig ist dabei, dass der Badteppich aus einem rutschfesten Material besteht. Manche Teppiche haben dafür einen rutschsicheren Untergrund – zum Beispiel eine spezielle Gummierung. Andere verhindern durch ihre Gewebestruktur ein allzu leichtes Wegrutschen. Sollten die Fliesen im Badezimmer besonders glatt sein, gibt es auch Anti-Rutsch-Unterlagen, die unter einen Teppich gelegt werden können. Zum Unfallschutz ist der Badteppich einer der wichtigsten Einrichtungsgegenstände.

Badteppiche – welche Arten gibt es?

Ein ansehnlicher Badteppich besteht aus einem hochwertigen Flor, der die Füße weich umschmiegt. Er ist sehr saugfähig und lässt sich leicht pflegen. Baumwolle ist ein weit verbreitetes Material für gute Badteppiche. Sie können auch aus Fasergemischen wie Baumwolle mit Leinen, Viskose oder Polyester bestehen. Außerdem  gibt es Mikrofaser-Badteppiche. Die übliche Standardgröße ist 50 x 70 cm, aber die größten Badteppiche können auch Maße von 85 x 150 cm haben. Eine Alternative zum Badteppich ist der Badvorleger. Er lässt sich direkt vor dem Duschen auf den Fliesen ausbreiten und liegt nicht dauerhaft im Bad. Ob Badteppich oder Badvorleger – wichtig ist außerdem, dass ihr Material und Look die Atmosphäre im Badezimmer prägen. Badteppich und Handtücher mit gleichen Farben auszuwählen, lässt das Bad optisch einheitlich und angenehm wirken.

Strom kündigen bei Umzug: Ersparnis, Kündigungsregelung und Anmeldung

Strom kündigen bei Umzug: Ersparnis, Kündigungsregelung und Anmeldung

Strom kündigen bei Umzug: Ersparnis, Kündigungsregelung und Anmeldung

  • 4 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Du möchtest deinen Strom kündigen bei Umzug? Natürlich kommt es immer wieder vor, dass man umzieht, manchmal sogar ins Ausland. Bei jedem Wohnsitzwechsel stellt sich dann die Frage, wie denn das mit dem Stromvertrag funktioniert. Gibt es irgendeine Regelung beim Strom kündigen, musst du ihn überhaupt kündigen? Die wichtigsten Infos zum Thema Strom kündigen bei Umzug findest du in diesem Beitrag.

Strom kündigen bei Umzug – diese Szenarien sind möglich

Prinzipiell muss jeder Vertrag, den du abschließt gekündigt werden. Bei einem Umzug solltest du den Strom dann kündigen, wenn dein bisheriger Anbieter:

  • $keinen Strom an deine neue Adresse liefern kann
  • $dort einen höheren Preis verlangt, als am bisherigen Wohnsitz

Liegt eine dieser Voraussetzungen vor, hast du eventuell sogar ein Sonderkündigungsrecht für deinen Stromvertrag. Zudem ist das Strom kündigen bei Umzug möglich, wenn dein bisheriger Anbieter dich am neuen Wohnort zwar beliefern könnte, du aber einen Anbieter mit besseren Konditionen findest. In jedem Fall sind bei einer Kündigung geltende Fristen zu beachten. Eine Kündigung von einem Tag zum nächsten ist in den meisten Fällen nicht möglich.

Sonderkündigungsrecht – das ist zu beachten

Ein Sonderkündigungsrecht greift bei dir nur, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • $Preiserhöhung des Stromanbieters
  • $Staatliche Erhöhung der Strompreise (z. B. höhere Stromsteuer, KWK-Aufschlag)
  • $Der Mieter hat einen Direktvertrag mit dem Versorger (also keine Grundversorgung)
  • $Einhaltung der vorgesehenen Frist für die Sonderkündigung (meist 2 Wochen)
  • $Kündigung muss schriftlich erfolgen (im Idealfall per Einschreiben und Rückschein)

Das wichtigste Dokument, um festzustellen, ob der Anbieter aus eigenem Antrieb oder aufgrund staatlicher Maßnahmen den Strompreis erhöht hat, ist die Stromrechnung des letzten Jahres. Wenn du diese mit einer diesjährigen Rechnung vergleichst, findest du schnell heraus, welche Kostenfaktoren sich verteuert haben.

Besteht für dich kein Sonderkündigungsrecht, musst du auf die im Vertrag vereinbarte Kündigungsfrist achten und den Vertrag frühzeitig und fristgerecht kündigen. So kannst du die Begleichung zweier Stromrechnungen verhindern und viel Geld sparen.

Regelung beim Strom kündigen – Formalien

Du möchtest eine ordentliche Kündigung an deinen bisherigen Anbieter senden, um deinen laufenden Stromvertrag aufgrund eines Umzugs zu beenden? Dann achte darauf, dass das Schreiben alle notwendigen Angaben enthält. Dazu zählen vor allem: 

  • $Datum
  • $Name und Vorname
  • $Vertragsadresse
  • $Lieferadresse (falls sie sich von der Vertragsadresse unterscheidet)
  • $Neue Anschrift
  • 3Datum des Einzugs an der neuen Adresse
  • $Kündigungsgrund (Umzug, Preiserhöhung, Anbieterwechsel)
  • $Kunden- und/oder Vertragsnummer
  • $Formulierung „fristgerechte Kündigung zum nächstmöglichen Termin“
  • $Hinweis auf ein bestehendes Sonderkündigungsrecht, falls ein solches besteht
  • $Unterschrift

Anhand dieser Angaben kann der Stromversorger die Kündigung genau zuordnen und alle nötigen Schritte in die Wege leiten. Falls der Versorger deine Kündigung nicht akzeptierst, kannst du zunächst Beschwerde bei ihm einlegen. Reagiert er nicht innerhalb von vier Wochen, besteht für dich die Möglichkeit, die vom Bundesministerium für Verbraucherschutz eingerichtete Schlichtungsstelle Energie über einen Online-Schlichtungsantrag zu kontaktieren. Anschließend bleiben dir und dem Versorger drei Wochen Zeit, um einen Vergleich zu schließen. Kommt kein Vergleich zustande, bleibt dir der Gang vor ein Gericht.

Strom kündigen bei Umzug – auf diese Fristen musst du achten

Trotz gesetzlich festgelegter Kündigungsfristen kannst du unter Umständen doch früher aus deinem Stromvertrag aussteigen. Das ist bei einem Sonderkündigungsrecht möglich und im § 41 EnWG (Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung) geregelt.

Stichwort Grundversorgung: Niemand sitzt ohne Strom in seiner Wohnung, dafür sorgen die sogenannten Grundversorger. Das bedeutet, jede Wohnung wird vom örtlichen Versorger mit Strom beliefert, solange kein Direktvertrag des Mieters mit einem bestimmten Stromanbieter vorliegt. Diese Grundversorgung ist in der Regel deutlich kostenintensiver, weshalb du dich beim Einzug in eine neue Wohnung schnellstens um einen Vertrag mit einem Anbieter bemühen solltest.

Strom anmelden leicht gemacht – Wechsel des Anbieters

Ziehst du um und möchtest in deiner alten Wohnung den Strom kündigen bei Umzug, dann kannst du vorher im Internet nach günstigeren Stromversorgern suchen. Es gibt spezielle Vergleichsportale, die dir zeigen, welche Anbieter es in deiner Umgebung gibt und welche Konditionen sie für ihre Verträge bieten.

Hast du einen passenden Versorger mit günstigen Tarifen gefunden, hast du meist die Möglichkeit, direkt vom Vergleichsportal aus zum jeweiligen Anbieter zu gelangen oder mithilfe von Online-Formularen den Anbieterwechsel zumindest zu initiieren. In vielen Fällen übernimmt der neue Stromversorger sogar die Kündigung beim bisherigen Versorger, wenn dies hinsichtlich der Fristen möglich ist.

Ersparnis beim Strom bei Umzug zum Teil erheblich

Beim Stromvergleich auf einem seriösen Vergleichsportal erhältst du nicht nur eine Liste der günstigsten Anbieter, sondern auch einen Überblick, wie hoch die Ersparnis beim Strom bei einem Umzug und dem Anbieterwechsel ist. Meist bieten die Versorger zusätzlich noch einen Sofortbonus, Neukundenbonus oder verschiedene Rabatte an. Bei kluger Anbieter- und Tarifwahl kann die Ersparnis pro Jahr durchaus mehrere hundert Euro betragen.

 

Fazit: Strom kündigen bei Umzug ist fast immer sinnvoll

Gerade, wenn du noch in der Ausbildung bist oder ein Studium absolvierst bzw. wenn du zu den Geringverdienern gehörst, musst du auf jeden Euro achten. Den Strom kündigen bei Umzug und der Wechsel zu einem günstigen Anbieter können dir zusätzliche finanzielle Mittel in den Geldbeutel spülen. Informiere dich über ein mögliches Sonderkündigungsrecht, halte die gesetzlichen Kündigungsfristen ein und erstelle eine rechtsgültige Kündigung. Dann hast du in deiner neuen Wohnung keine Probleme mit der Stromversorgung.

Umzug bei Lockdown – Wichtige Regelungen rund um die Wohnungssuche

Umzug bei Lockdown – Wichtige Regelungen rund um die Wohnungssuche

Umzug bei Lockdown – Wichtige Regelungen rund um die Wohnungssuche

  • 5 Minuten Lesedauer
Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Wer nach Informationen zum Thema Umzug bei Lockdown sucht, der stößt schnell auf eine Vielzahl wichtiger Regelungen rund um die Wohnungssuche und den Wechsel des Wohnortes. Was muss man beachten, wenn man trotz der Pandemie die erste eigene Wohnung beziehen möchte oder ein Umzug aus anderen Gründen notwendig wird?

Umzug bei Lockdown – kein Verbot trotz Pandemie

Die gute Nachricht zuerst, ein Umzug ist trotz der pandemiebedingten Beschränkungen nicht verboten. Auch wenn die Planung und Durchführung komplizierter wird, hat der Gesetzgeber den Wechsel des Wohnsitzes (zumindest bisher) nicht untersagt. Folgende Tätigkeiten sind noch immer erlaubt:

  • $Wohnungs- und Hausbesichtigungen (möglichst digital)
  • $Umzug mithilfe privater Helfer
  • $Wohnsitzwechsel unter Zuhilfenahme eines Umzugsunternehmens

Bei jeder Form des Umzugs müssen die jeweils geforderten Schutzmaßnahmen eingehalten werden (z. B. Abstand einhalten, Mund-Nase-Schutz tragen). Vor allem das Tragen einer Maske ist unabdingbar, da das Einhalten des Mindestabstandes beim Transportieren von Mobiliar nicht immer möglich ist. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn auch keine gesetzliche Vorgabe, die zu räumende Wohnung am Tag des Umzugs gut zu lüften. Dies gilt auch an kalten Tagen.

Welche Schutzmaßnahmen ergreifen Umzugsunternehmen?

Neben der Vermeidung von Körperkontakten, etwa durch Händeschütteln, legen Umzugsunternehmen im Augenblick großen Wert darauf, dass ihre Mitarbeitenden während des gesamten Umzuges neben Masken auch Handschuhe tragen. Zudem desinfizieren die Unternehmen ihre Fahrzeuge regelmäßig. 

Vor der Corona-Pandemie zählte es zu den Dienstleistungen vieler Umzugsunternehmen, das verwendete Verpackungsmaterial mitzunehmen und zu entsorgen. Aus hygienischen Gründen ist dies im Augenblick nicht möglich. Der Umziehende muss diese Materialien selbst entsorgen. 

Erste eigene Wohnung während der Corona-Pandemie

Möchte man in der momentanen Situation einen Umzug trotz Lockdown durchführen, gibt es einige Dinge zu beachten. Dabei ist nicht die Rede von der Entwicklung beim Mietspiegel, sondern eher, ob ein Umzug überhaupt zulässig ist, wie sich z. B. eine Hausbesichtigung bei Corona gestaltet, wer bei einem Umzug helfen darf und wie ein Umzug abzulaufen hat. 

Die geltenden Regelungen können die Vorfreude auf die erste eigene Wohnung durchaus schmälern und die Organisation des Wohnsitzwechsels komplizierter machen. Für die Person die umzieht, gelten augenblicklich folgende Regelungen: 

  • $es darf keine Corona-Infektion vorliegen
  • $die umziehende Person darf zum Zeitpunkt des Umzugs nicht in Quarantäne befinden
  • $es muss im Zweifelsfall eine Genehmigung des Gesundheitsamts vorliegen
  • $der Umzug darf nur in Deutschland erfolgen, da es im Ausland evtl. andere Regelungen gibt

Aufgrund der unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer hinsichtlich der Inzidenzen und der daraus geltenden Beschränkungen variieren die Regelungen auch innerhalb der Bundesrepublik. Der Infektionsschutz unterliegt der Verantwortung der Bundesländer, weshalb es keine einheitlichen Regeln gibt. Das kann den Umzug in die erste eigene Wohnung schwieriger machen, wenn man die Stadt, den Landkreis oder das Bundesland wechselt. 

Wichtig: Sobald bei einer Person, die umziehen möchte, eine Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen wird oder sie aufgrund von Kontakten mit Infizierten in Quarantäne muss, kann der Umzug nicht durchgeführt werden. 

Ein weiterer Grund, einen Umzug bei Lockdown zu verschieben bzw. zunächst zu stornieren besteht, wenn der Umzug in eine Region erfolgen soll, die vom RKI (Robert Koch-Institut) als Risikogebiet eingestuft wird. 

Für Umzüge im privaten Umfeld gelten Regelungen für Privatzusammenkünfte

Wer einen Umzug bei Lockdown plant und für Helfer auf sein privates Umfeld zurückgreift, für den gelten die Regelungen bei Privatzusammenkünften. Hier müssen die sogenannten Inzidenzwerte pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen beachtet werden. Europaweit führt augenblicklich die Türkei die Liste mit einem Wert von 471 an. Je höher die Inzidenzwerte in Deutschland liegen, desto strenger sind die Regelungen. 

Liegt der Inzidenzwert über 100, so dürfen sich nur Personen eines Haushalts mit einer weiteren Person eines anderen Haushalts treffen. Außerdem gilt in diesem Fall eine Ausgangssperre zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens. Bei diesem hohen Wert sehen die Gesundheitsämter den Umzug nicht als triftigen Grund für das Verlassen der Wohnung an, was den Umzug unzulässig macht. 

Bewegt sich der Inzidenzwert zwischen 35 und 100, dürfen sich die Personen von zwei Haushalten treffen, aber maximal 5 Personen treffen. Bei Einhaltung aller Hygiene- und Schutzmaßnahmen ist ein Umzug bei Lockdown grundsätzlich zulässig. 

Bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 dürfen sich maximal 10 Personen aus zwei Haushalten privat treffen. Bei dieser Anzahl lässt sich ein Umzug durchführen und ist bei Einhaltung der Regeln erlaubt.

 

Wichtig: Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren fallen aus diesen Berechnungen vollständig heraus und werden nicht mitgezählt. Zudem werden Ehe- oder Lebenspartner sowie Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft als ein Haushalt eingestuft. Dabei spielt der Wohnsitz, also auch das Bundesland, keine Rolle. 

Herausforderung Wohnungs- oder Hausbesichtigung trotz Corona

Bevor man sich für eine Wohnung entscheidet und den Umzug in Angriff nehmen kann, muss man zunächst das passende Objekt finden. Leider ist für jede Hausbesichtigung Corona ein nicht zu unterschätzendes Problem, denn bei solchen Terminen treffen viele Personen aufeinander. 

Eine Lösung könnte hier die digitale Hausbesichtigung sein. Dabei nutzt man einfach sein Smartphone oder Tablet. Der Makler führt die Interessenten via Videokonferenz durch die Wohnung oder das Haus, präsentiert alle Räume und beantwortet alle auftauchenden Fragen. Bei dieser Methode werden alle Regelungen eingehalten, denn sie ist kontaktlos und dennoch sehr persönlich, weil der Makler nur für den jeweiligen Teilnehmenden da ist. 

Da die Bevölkerung aufgefordert ist, unmittelbare soziale Kontakte zu vermeiden, kann man nicht nur die Hausbesichtigung Corona konform durchführen, sondern auch den Umzug mit einem Unternehmen auf diese Weise planen. Diesmal führt der Umziehende einen Mitarbeiter des Umzugsunternehmens durch die bisherige Wohnung und zeigt ihm sämtliches Umzugsgut. So gewinnt dieser einen Eindruck hinsichtlich des Umfangs und kann ein entsprechendes Angebot erstellen. 

Rechtlicher Hinweis: Die Laufzeit eines Mietvertrages beginnt trotz Corona zum festgelegten Termin. Corona ist also kein Grund für eine Verschiebung, selbst bei storniertem Umzug. 

Was die Entwicklung Mietspiegel trotz Corona zeigt

Auch wenn die von der Bundes- und Landesregierung auferlegten Corona-Beschränkungen das öffentliche Leben in vielen Bereichen zum Stillstand gebracht haben, ist ein Umzug bei Lockdown trotzdem möglich. Für die Entwicklung des Mitspiegels bedeutet dies aber, dass die Miet- und Kaufpreise weiter steigen, da die Nachfrage immer noch hoch ist und Wohnraum gesucht wird. Bei den Preisen für Wohnraum werden sich die Folgen der Corona-Pandemie erst noch zeigen.