Erstausstattung der Wohnung: Tipps für den Antrag beim Jobcenter

Erstausstattung der Wohnung: Tipps für den Antrag beim Jobcenter

Erstausstattung Wohnung – Tipps für den Antrag beim Jobcenter

  • 6 Minuten Lesedauer

Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Für leistungsberechtigte Hartz 4-Empfänger gibt es die sogenannte Erstausstattung Wohnung. Das bedeutet, dass sie bei Vorliegen der Voraussetzungen das Geld für bestimmte Einrichtungsgegenstände vom Jobcenter erhalten. Bei dieser Leistung handelt es sich um eine bedarfsbezogen und nicht zeitlich zu interpretierende Antragsleistung. Die rechtliche Grundlage bildet § 24 Abs. 3 SGB II (Zweites Buch, Sozialgesetzbuch). Was gibt es beim Antrag zu beachten, wer bekommt die Wohnungserstausstattung und was beinhaltet sie?

Wer hat ein Recht auf Geld für Erstausstattung vom Jobcenter?

Die Erstausstattung einer Wohnung kann nicht nur von Hartz-4-Empfängern beantragt werden. Normalerweise nicht antragsberechtigt ist, wer einen normalen Umzug durchführt. Eine Voraussetzung für die Gewährung ist, dass es sich um die Neugründung eines eigenen Haushaltes handelt. Prinzipiell haben also vor allem Anträge für die Erstausstattung Aussicht auf Erfolg, wenn sie von Personen gestellt werden, die:

  • $aus der elterlichen Wohnung ausziehen müssen
  • $dem Bezug der neuen Wohnung obdachlos waren
  • $aus dem Ausland zugezogen sind und eine Wohnung benötigen
  • $nach der Trennung eine neue Wohnung benötigen
  • $nach Beendigung einer Haft oder eines Reha- oder Klinikaufenthaltes eine Wohnung brauchen
  • $ihre bisherige Einrichtung aufgrund höherer Gewalt verloren haben (z. B. Brand, Diebstahl, Hochwasser)
  • $nach dem Aufenthalt in einem Frauenhaus eine neue Wohnung benötigen
  • $aufgrund einer Geburt ein Kinderzimmer einrichten müssen

Die hier genannten Gegebenheiten stellen die Voraussetzungen dar, die meistens zur Bewilligung des Antrags auf Erstausstattung einer Wohnung führen, sodass der Antragsteller Geld für Erstausstattung vom Jobcenter erhält. 

Wichtiger Hinweis: Als wichtige Voraussetzung gilt zudem, dass die neu zu beziehende Wohnung nicht möbliert ist. Es dürfen im Mietvertrag also keine überlassenen Einrichtungsgegenstände aufgelistet sein.

Wie kann eine Erstausstattung Wohnung erbracht werden?

Das Jobcenter kann dem Antragsteller entweder Geld- oder Sachleistungen zukommen lassen. Als Sachleistungen gibt es meist Gutscheine für Möbelhäuser. Um keine Wettbewerbsverzerrung zu betreiben, gelten diese Gutscheine in der Regel für jedes Möbelhaus. Auf Nachfrage gibt das Jobcenter aber Informationen zu möglichen Kauforten heraus. Was allerdings nicht gestattet ist, ist das Splitting der Gutscheine, also der Einkauf bei unterschiedlichen Möbelhändlern.

Erhält man vom Jobcenter einen Pauschalbetrag überwiesen, sind elektronische Geräte in vielen Fällen nicht in diesem Betrag enthalten. Die für sie anfallenden Kosten werden bei Bedarf einzeln hinzugerechnet und separat überwiesen.

Gibt es auch eine Erstausstattung Wohnung für Berufstätige?

Diese Leistung erhalten nicht nur arbeitslose Hartz 4-Empfänger. Es gibt auch die Erstausstattung einer Wohnung für Berufstätige. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können also unter bestimmten Bedingungen ebenfalls einen Antrag auf die Erstausstattung einer Wohnung stellen. Das gilt vor allem für Geringverdiener, also Personen, die eine solche Ausstattung nicht aus ihrem Einkommen oder Vermögen bezahlen können. Sie haben die Möglichkeit, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Wie viel Geld für die Wohnungserstausstattung gibt es aktuell?

Der Gesetzgeber hat detailliert aufgeschlüsselt, welche Beträge es für welche Wohnungsgegenstände gibt. Wie viel Geld für die Wohnungserstausstattung der zuständige Träger der Kommune überweist, hängt nicht zuletzt davon ab, in welchem Bundesland der Antragsteller lebt. Leider existiert keine bundeseinheitliche Regelung und es gibt auch keine gesetzlichen Vorgaben. Der § 24 Abs. 3 SGB II (Zweites Buch, Sozialgesetzbuch) trifft lediglich Aussagen zur Antragsberechtigung.

Sowohl die gewährten Leistungen selbst, als auch die Höhe der Erstausstattung Wohnung können, je nach Wohnort unterschiedlich ausfallen. In der Regel wird aber für einen 1-Personen-Haushalt ein Betrag von etwa 1.000 Euro gewährt und das Jobcenter übernimmt die Kosten für die Erstausstattung der Wohnung bis zu dieser Höhe.

Worauf sollte beim Antrag auf Wohnungserstausstattung besonders geachtet werden?

Zunächst einmal gibt es für den Antrag auf Erstausstattung der Wohnung keine festgelegten Fristen. Man kann diese Leistung also auch noch Jahre nach dem Erstbezug einer Wohnung beantragen. Einen solchen Antrag stellt man beim zuständigen Jobcenter. Über die Mitarbeitenden dort erhält man das notwendige Antragsformular. Das ausgefüllte Formular reicht man zusammen mit einer Liste aller Wohngegenstände, die man benötigt beim Jobcenter ein.

Wurde der Antrag auf Erstausstattung der Wohnung bewilligt und man hat einen Pauschalbetrag erhalten, sollte man alle Kaufbelege zum Zwecke der Nachweisbarkeit der Ausgaben aufbewahren. Das Jobcenter kontrolliert diese hin und wieder. Mit den Rechnungen und belegen kann man jederzeit beweisen, wie viel jeder Teil der Wohnungserstausstattung gekostet hat.

Die Bearbeitungszeit für einen Antrag auf Wohnungserstausstattung dauert von der Antragstellung bis zur Bewilligung in der Regel zwischen drei und vier Wochen. Allerdings kann die Wartezeit variieren, je nach der Auslastung des zuständigen Jobcenters und der Anzahl der gestellten Anträge. Aufgrund der augenblicklichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie können sich Außendiensttermine verzögern, was ebenfalls zu einer längeren Wartezeit führen kann.

Wofür erhält man Geld für Erstausstattung vom Jobcenter?

Die Gewährung von Geld für Erstausstattung vom Jobcenter ist Ländersache, weshalb es keine einheitliche Regelung gibt, was genau zur Wohnungserstausstattung gehört. In den meisten Verwaltungsanweisungen der Länder werden folgende Bereiche untergliedert: 

  • $Schlaf- und Sitzmöglichkeiten (Bett mit Lattenrost, Matratze und Bettwäsche, Tisch mit Stühlen, Sofa oder Sessel)
  • $Aufbewahrungsmöglichkeiten (Schrank oder Kommode, Regale, Badezimmerschrank)
  • $Technische Geräte (Kühlschrank, Herd, Küchengeräte, Lampen)
  • $Hygieneartikel (Waschmaschine, Staubsauger oder Besen, Mülleimer, Wäschespinne, Handtücher)

Was fällt nicht unter den Antrag der Erstausstattung Wohnung?

Wer einen Antrag zur Erstausstattung einer Wohnung stellt, der muss dazu wissen, dass es Dinge gibt, deren Anschaffung das Jobcenter nicht bezuschusst bzw. voll übernimmt. Zur Erstausstattung der Wohnung gehören beispielsweise nicht:

  • $Renovierungskosten vor dem Bezug
  • $Bodenbeläge (ist Sache des Vermieters)
  • $TV-Gerät (ist zur Führung eines Haushaltes nicht notwendig)
  • $Computer & Laptop (alternative Multi-Media-Quellen, z. B. Bibliotheken mit PC’s)
  • $Spielkonsolen sowie weitere Multimediageräte
  • $Vorhandenes Mobiliar (z. B. aus dem Jugendzimmer der elterlichen Wohnung)

Was ebenfalls nicht zur Erstausstattung einer Wohnung zählt, sind Gegenstände, die als Ersatz für defekte oder durch Verschleiß unbrauchbar sind, beschafft werden sollen. Diese Dinge müssen vom Regelbedarf erworben werden. 

Beim Jobcenter gibt es übrigens ausführliche Listen, in denen der jeweils bewilligungsfähige Betrag aufgelistet ist. Eine Orientierung an diesen Preisklassen ist sinnvoll, da man so mit der gewährten Summe einigermaßen gut zurechtkommt. Diese Listen befinden sich fast immer als Anhang an den Gutscheinen, die das Jobcenter als Sachleistung für die Erstausstattung Wohnung gewährt.

Muss die Erstausstattung der Wohnung neuwertig sein?

Grundsätzlich gilt, dass es keinen Anspruch auf eine neuwertige Erstausstattung der Wohnung gibt. Das Geld für die Wohnungserstausstattung vom Jobcenter wird zwar gewährt, die beschafften Gegenstände müssen aber nicht neu sein. Schon aufgrund der nicht sehr hohen Summe kann es ratsam sein, im Secondhand-Handel zu schauen oder die Suche auf Online-Plattformen wie eBay zu konzentrieren um die benötigten Wohnungsgegenständen zu finden. Man kann mit Planung und Rechnen eine Erstausstattung günstig zusammenstellen.

Das gilt vor allem für die größeren und meist kostenintensiven Einrichtungsgegenstände wie das Bett, einen Kleiderschrank oder die Waschmaschine. Zwar das das Jobcenter nicht zum Kauf von gebrauchten Gegenständen auffordern, die zur Verfügung gestellte Leistungshöhe macht dies aber sinnvoll. Handtücher oder Bettwäsche hingegen sind aus hygienischen Gründen neu zu kaufen.

Die erste eigene Wohlfühloase einrichten

Die erste eigene Wohlfühloase einrichten

Die erste eigene Wohlfühloase einrichten

  • 3 Minuten Lesedauer

Autor: Christoph Wiemer
Position: Inhaber

Die ersten eigenen vier Wände zu beziehen gehört mit Sicherheit zu den aufregendsten Zeiten im Leben eines jungen Menschen. Endlich herauszufinden, ob es auch alleine klappt, für alles zu sorgen, aber vor allem sich seinen eigenen privaten Raum ganz nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können.

Der Bezug der ersten eigenen Wohnung bedeutet häufig auch private Feiern mit Freunden und selbstverständlich ein völlig neues Wohngefühl und Gefühl von Privatsphäre. Für manche bedeutet dies wirklich die eigenen vier Wände für sich ganz allein, andere wiederum ziehen in eine WG. In jedem Fall bedeutet es, den eigenen Haushalt selbst zu schmeißen.

Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden

Wenn der Vertrag unterschrieben ist und die Schlüssel übergeben sind, sieht die Wohnung in der Regel erst einmal sehr leer aus. Selbst, wenn es eine tolle Wohnung ist, langt das noch nicht, um sich darin auch wirklich wohlzufühlen. Ein wesentlicher Faktor für ein heimeliges Gefühl besteht in der Einrichtung, die nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestaltet wird. Die ersten Anschaffungen sind meist Stauraum, aber auch Tische und andere praktische Möbel. Diese sollen die Wohnung nicht nur nutzbar für den Alltag machen, sondern auch wohnlich gestalten.

Jeder Bewohner möchte schließlich gerne seinen eigenen Stil verwirklichen und dem Ambiente die eigene Note verleihen. Das Mobiliar soll dabei qualitativ hochwertig erscheinen, aber gleichzeitig auch in Sachen Optik punkten. Möbel von Germania z. B. bieten dir vielfältige Möglichkeiten, deine eigene Wohlfühloase zu kreieren. Denn der Hersteller bietet eine große Vielfalt an Designs, die gleichzeitig einiges aushalten und damit lange Lebensdauer versprechen.

Die Ansprüche an Möbel für die erste Wohnung

An Möbel für die erste Wohnung werden häufig ganz spezielle Ansprüche gestellt. Denn z. B. haben die meisten jungen Menschen kein allzu umfangreiches Budget, um die Wohnung auszustatten. Aus diesem Grund werden in der Regel auch nicht alle Einrichtungsgegenstände auf einmal gekauft, sondern eher nach und nach. Darüber hinaus wird selbstverständlich auf preiswerte Modelle gesetzt, wobei die Qualität nicht zu vernachlässigen ist und auch auf Optik üblicherweise besonderes Augenmerk gelegt wird. Ein weiteres Kriterium betrifft den Platzbedarf. Denn Erstwohnungen sind zumeist nicht allzu groß. Speziell dann, wenn in eine Wohngemeinschaft eingezogen wird, steht in der Regel nur ein Zimmer zur Verfügung, das wirklich komplett alleine gestaltet werden kann. Auf der zur Verfügung stehenden Fläche sollen aber ausreichend Möbel Platz finden, um genügend Stauraum zu schaffen für Kleidung, Alltagsgegenstände und häufig auch Uni-Material. Hier sind innovative und Platzsparende Möbel Lösungen notwendig, die auch bei geringem Raumangebot in der Lage sind, alles Hab und Gut nicht nur aufzunehmen, sondern auch ordentlich zu organisieren, sodass alles schnell zur Hand ist, wenn es benötigt wird.

Selbstverständlich spielt vor allem das Design von Möbeln eine wichtige Rolle für den Wohlfühlfaktor. Viele Möbelstücke werden auch schon vom Elternhaus mitgenommen in die neue Wohnung. Das bedeutet, dass bereits einige ältere Möbel vorhanden sind und die neuen Möbel natürlich dazu passen sollen, damit der Stilmix nicht zu chaotisch aussieht, sondern ein angenehmes Gesamtbild entsteht. Die neuen Möbel sollten daher ein hochwertiges Erscheinungsbild haben, aber auch nicht zu sehr hervorstechen. Dafür, alte Möbel mitzunehmen, spricht natürlich auch das Einsparpotenzial. Nach und nach können die bestehenden Möbel dann ohnehin gegen neue ausgetauscht werden. 

Wohlfühlen vom ersten Tag an

Die erste eigene Wohnung ist ein großes Stück Freiheitsgefühl. Damit dies auch vom ersten Tag an genossen werden kann, sollte die Einrichtung für die eigenen vier Wände stimmen. Ob Single-Wohnung oder WG, die Möbel sollten hochwertig sein, aber natürlich auch preiswert. Sparen kann, wer schon vom Elternhaus einige Möbel mitnehmen kann und somit nicht ganz bei 0 beginnt. Die Möbelstücke können dann nach und nach gegen neues Mobiliar ersetzt werden.

Wohnungssuche im Studium: Die fundamentale Entscheidung

Wohnungssuche im Studium: Die fundamentale Entscheidung

Jeder, der sich zur Aufnahme eines Studiums entschlossen hat, steht vor einem grundsätzlichen Problem, dem er sich stellen muss: der Suche und der Auswahl einer für ihn geeigneten Studentenwohnung. Hier gilt es, Kompromisse zu schließen. Zum einen die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu sichten und zum anderen diese Wohnmöglichkeiten unter Berücksichtigung der persönlichen Machbarkeiten einer kritischen Analyse zu unterziehen.

Studentenwohnung als kreativen Ort ansehen

Die Studentenwohnung soll mehrere Zwecke erfüllen:

Wohnung als Rückzugsort
Jeder Mensch braucht einen Ort, den er als seine Privatsphäre betrachtet, in welchen er sich in regelmäßigen Abständen zurückziehen kann. Ein solcher Ort soll die eigene Wohnung sein. Hier kann er innerlich mal abschalten, zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen.

Ort für kreatives Lernen
Ein Studium ist für die Studentin oder den Studenten immer mit sehr viel Einsatz und Engagement verbunden. Darum soll die Wohnung eine positive Lernatmosphäre erzeugen und ausstrahlen.

Angepasst an persönliche Möglichkeiten
Die Wohnung darf den Studierenden finanziell nicht überfordern. Darum sollen Miete plus Nebenkosten an dessen Geldbeutel angepasst sein.

Groß genug für kleinere Zusammenkünfte
Als Student strebt man zwar eine gewisse Unabhängigkeit an, jedoch sollte die Wohnung auch die Möglichkeit bieten, zumindest zeitweise mit anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen gemeinsam zu lernen. Der Erfolg des gemeinsamen Lernens kommt jedem Einzelnen der Lerngruppe zugute.

Kompromisse zwischen Unabhängigkeit, Privatatmosphäre, Geldbeutel, Lernatmosphäre, Eigenverantwortung und Kreativität

Jeder, der schon mal ein Studium absolviert hat, weiß es. Ein Studium ist mit sehr viel Aufwand, Mühe und Nebenkosten verbunden, wenn man einen guten und erfolgreichen Abschluss erreichen will. Und wer wollte das nicht, wenn er sich schon einmal für einen solchen Weg entschieden hat. Um die Voraussetzungen für einen guten Abschluss zu verbessern, sollten gewisse Randbedingungen genau durchdacht und möglichst günstig gestaltet werden.

Ein wesentlicher Parameter ist die Auswahl einer geeigneten Studentenwohnung. Bei der Wohnungssuche im Studium kann der Hausverwalter GCP mit Sicherheit weiterhelfen. GCP ist ein Unternehmen, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, für bezahlbaren Wohnraum in Deutschland zu sorgen und diesen langfristig zu erhalten.

Entscheidungshilfen, WG oder eigene Wohnung

Bevor sich angehende Studenten für eine bestimmte Wohnform entscheiden, ist es gut, wenn gewisse Eckpunkte genau durchleuchtet und untersucht werden.

Mietvertrag bei Wohngemeinschaften
Im Mietvertrag muss auf jeden Fall der Begriff „Wohngemeinschaft“ enthalten sein. Aus dem Mietvertrag muss unbedingt hervorgehen, ob nur eine Person oder alle Mitbewohner als Hauptmieter eingetragen werden. Falls es nur einen Hauptmieter gibt, müssen alle anderen Mitbewohner als Untermieter im Mietvertrag erscheinen. Wenn alle Mitbewohner als Hauptmieter erscheinen, muss auch die Haftung für Mietzahlung, Nebenkosten sowie entstandene Schäden für alle Mitbewohner gleichermaßen geregelt sein.

Falls es nur einen Hauptmieter gibt, muss der Mietvertrag unbedingt eine Klausel enthalten, dass alle anderen Mitbewohner die Wohnung behalten, wenn der Hauptmieter auszieht. Die Mietkaution muss anteilig gleich für jeden Mitbewohner geregelt sein. Oft sind die Regeln so, dass Vermieter wegen des geringeren Verwaltungsaufwandes die Eintragung von nur einem Bewohner als Hauptmieter bevorzugen.

Regelung der Nebenkosten
Es ist für jeden Mitbewohner wichtig, die möglichen Nebenkosten gleich von Anfang an schriftlich festzulegen. Die Verhaltensweisen bezüglich Strom-, Heizenergie- und Warmwasserverbrauch sind individuell verschieden. Dies schlägt sich auch in unterschiedlich hohen Nebenkosten nieder. Um möglichem Streit über unvorhergesehene Nachzahlungen zu vermeiden, sollte ein zusätzlicher Pauschalbetrag für alle Mitbewohner in gleicher Höhe vereinbart werden. Die Einführung einer Haushaltskasse für gemeinsam verwendete Artikel wie Toilettenpapier, Putz- und Waschmittel ist eine sinnvolle Maßnahme.

Auszug aus der WG
Der Vermieter sollte eine für jeden Mitbewohner der WG eine Kündigungsfrist festlegen, um bei einem Auszug rechtzeitig für eine Nachbelegung sorgen zu können. Im Falle eines Auszugs sollten Regelungen von Auslagen für gemeinsame Anschaffungen festgelegt werden. Bei der Auswahl eines neuen Mitbewohners sollten alle anderen Mitbewohner zur Förderung eines harmonischen Zusammenlebens mit einbezogen werden.

Ordnung, Sauberkeit, Sicherheit in der WG
Im Interesse des Hausfriedens sollten Sie sämtliche Gegenstände, welche Sie benutzt haben, auch selbst wieder wegräumen. Der Sauberkeit und Ordnung halber sollte ein Putzplan angelegt und auch eingehalten werden. Dies fördert das gemeinschaftliche Miteinander. Für unvorhersehbare Schäden sollten Sie eine private Haftpflichtversicherung in Erwägung ziehen.

WG, Studentenwohnheim, eigene Wohnung, ein individueller Entscheidungsprozess

Die Frage nach der Wohnmöglichkeit zum Studium muss jeder angehende Student in Eigenverantwortung selbst entscheiden. Das entscheidendste Kriterium für diese Auswahl ist die Rücksicht auf die eigenen finanziellen Möglichkeiten.

Vorteile beim Wohnen in einer WG

  • Man ist immer in Gesellschaft
  • Außer seinem eigentlichen Zimmer hat man noch eine Küche und vielleicht ein Wohnzimmer
  • Durch geteilte Kosten ist die WG in der Regel preisgünstiger
  • Man braucht, um sich mit jemanden auszutauschen, nicht das Haus zu verlassen
  • Anstehende Probleme kann man gemeinsam mit anderen angehen

Nachteile beim Wohnen in einer WG

  • Je nach persönlicher Einstellung kann es auch manchmal als Belastung empfunden werden, wenn immer jemand da ist
  • Den Internetzugang muss man sich mit anderen teilen
  • Unterschiedliche Auffassungen von Sauberkeit können zum Problem werden. Daher ist ein Putzplan unbedingt zu empfehlen
  • Gemeinsam benutzte Gegenstände können schneller zu Bruch gehen
  • Schwierige Diskussionen bei Neugestaltung von Räumlichkeiten

Vorteile einer eigenen Wohnung

  • Man ist in der eigenen Wohnung auch sein eigener Herr
  • Niemand sonst benutzt seine eigenen Gebrauchsgegenstände
  • Es gibt keine Auseinandersetzung wegen mangelnder Sauberkeit
  • Niemand stört, wenn man mal seine Ruhe haben möchte
  • Man hat den Internetanschluss für sich allein
  • Die persönliche Freiheit innerhalb seiner Wohnung wird nur durch die Nachbarn beschränkt

Nachteile einer eigenen Wohnung

  • Man ist für Sauberkeit in der Wohnung selbst verantwortlich
  • Platz und Bewegungsfreiheit sind eingeschränkt
  • Partys mit Freunden finden nur außerhalb der Wohnung statt
  • Die eigene Wohnung ist in der Regel teurer
  • Man muss alle anstehenden Probleme allein lösen

Fazit

Die Entscheidung von angehenden Studentinnen und Studenten, ob sie eine eigene Studienwohnung mieten oder lieber in einer WG wohnen möchten, hängt weitgehend von deren persönlichen und vor allem finanziellen Verhältnissen und Möglichkeiten ab. Es gilt allgemein die Devise, Rücksicht auf den eigenen Geldbeutel nehmen und ein hohes Maß an Eigenverantwortung mitbringen. Mit einem starker Partner an der Seite kann diese Entscheidung wesentlich erleichtert werden.

Die erste eigene Wohnung: Vergiss den Sonnenschutz nicht!

Die erste eigene Wohnung: Vergiss den Sonnenschutz nicht!

Irgendwann kommt für jeden von uns der Zeitpunkt, wo es heißt, aus dem „Hotel Mama“ auszuchecken und sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Die Unterschrift auf dem Mietvertrag für die erste eigene Wohnung besiegelt diese wichtige Entscheidung. Und die Freude darüber, diese ersten vier Wände nun selbst gestalten zu können, ist im späteren Leben kaum noch zu toppen. Gleichzeitig sind aber auch unzählige Entscheidungen zu treffen, damit die Ausstattung der Wohnung gelingt.

Sobald der Mietvertrag unterschrieben ist, kann es losgehen mit der Planung der Renovierung, falls der Vormieter das nicht schon erledigt hat. UND mit der Planung der passenden Ausstattung, die du brauchst oder dir wünschst. Auch die Frage, ob es grundsätzlich ein neuer Schreibtisch oder gleich eine Marken-Couch sein müssen, wird dir im Kopf herumschwirren. Vielleicht hast du die Ebay-Kleinanzeigen noch nicht geprüft, wo du als angehender Student oder Young Professionell tolle Ausstattungsdetails zu günstigen Preisen finden kannst?

Checkliste für die Erstausstattung

  • Bett mit Matratze und Lattenrost
  • Nachttisch
  • Kleiderschrank
  • Schreibtisch mit Schreibtischstuhl
  • Bücherregale
  • TV-Board
  • Couch oder Sessel
  • Beistelltisch
  • Vitrine für Geschirr und Gläser
  • Esstisch mit Stühlen
  • Küchenregal
  • Badezimmerschrank groß oder klein
  • Haken für Garderobe und Bad
  • Leuchten
  • Schuhregal

Außerdem musst du natürlich an Zubehör wie Bettwäsche, Sicht- und Blendschutz und diverse Küchenutensilien denken. Auch eine Erstausstattung an Elektronik wie Wasserkocher, Herd und Kühlschrank will festgelegt werden. Wenn du dich dann noch mit den wichtigsten Werkzeugen wie Hammer, Bohrer, Schraubenzieher und Wasserwaage versorgt hast, bist schon einmal weit gekommen. Deine To-do-Listen sind nun also halbwegs übersichtlich geworden, wenn auch noch nicht leer? Spontane Ebbe in deinem Geldbeutel verhindert weitere Investitionen in deine Einrichtung?

Prioritäten setzen

Sei nicht frustriert! Setze stattdessen Prioritäten. Denn du musst nicht jedes Zimmer sofort perfekt einrichten. Manche Käufe haben Zeit. Statte dich erst einmal mit den wesentlichen Basics aus, sie verleihen deiner neuen Wohnung schon einmal Stil und Gemütlichkeit. Danach kannst du dich peu a peu um weitere Anschaffungen kümmern. Was ist aber wichtiger, die coole Design-Leseleuchte oder ein Rollo als Sonnenschutz an den Fenstern deines nach Süden gerichteten Wohn- und Arbeitszimmers?

Mieter unterschätzen häufig eine sinnvolle Beschattung an Fenstern oder Terrassentüren. Oft messen sie jenem Detail beim Einrichten der ersten vier Wände zu wenig oder gar keine Bedeutung bei. Die Folgen sind überhitzte Räume im Sommer und auch im Winter nervt der fehlende Blendschutz, wenn du am Computer arbeitest und dein Bildschirm stark reflektiert. Außerdem bleicht dein Stoffsofa, die Kissen darauf sowie Poster oder Kunstdrucke an den Wänden durch zu viel Sonnenlicht aus.

Nachträglicher Einbau im Innenraum

Ein effektiver Sonnenschutz für die Wohnung ist deshalb schon nach Unterzeichnung des Mietvertrages zu planen. Behalte dabei aber immer deine Rechte und Pflichten als Mieter im Auge. Denn eine Markise außen an Fassade oder Fenster angebracht, bietet zwar den optimalen Hitzeschutz, nur kann es passieren, dass das dein Vermieter nicht gutheißt. Für jede bauliche Veränderung musst du seine Zustimmung einzuholen. Dazu kommt, dass die Kosten hierfür dein Budget möglicherweise sprengen könnten. Deshalb solltest du dich besser für eine von vielen Varianten entscheiden, die der Fachhandel als Sonnenschutz für den nachträglichen Einbau im Innenraum anbietet. So sparst du Geld und vermeidest Ärger mit dem Wohnungseigner.

Innen angebrachter Sonnen- und Blickschutz ist häufig hohen Anforderungen ausgesetzt: Blickdicht soll er sein, die Raumtemperatur im Sommer positiv beeinflussen, gut soll er aussehen und leicht zu bedienen sein – ach ja, und die Kosten sollen im Rahmen bleiben. Effiziente Sonnenschutzlösungen sind ganz leicht an der Fensterinnenseite anzubringen. Infrage kommen Rollos, Plissees, Raffstores, Innenjalousien, aber auch Vorhänge. Egal für welches Konzept du dich entscheidest, was Art, Material bzw. Aufhängetechnik betrifft, wirst du im Fachhandel auf eine reiche Auswahl treffen. Schraub- oder Klebemontagen sind dafür die am häufigsten empfohlenen Befestigungstechniken.

Regulierbare Allrounder

Übrigens: Fenster kannst du nachträglich innen oder außen auch mit einer Sonnenschutzfolie ausstatten. Im Vergleich zu Anpassungstalenten wie Plissees oder Rollos, musst du beim Einsatz einer Folie jedoch mit einer deutlich geringeren Haltbarkeit rechnen. Außerdem haftet die Folie auch im Winter auf der Scheibe und verdunkelt somit in der lichtarmen Jahreszeit dein Wohnzimmer zusätzlich. Schon bei bewölktem Himmel oder in der Dämmerung musst du dann das Licht einschalten.

Allrounder wie regulierbare Rollos, Jalousien oder Plissees meistern unterschiedliche Helligkeit und Sonnenintensität perfekt. Sie gestatten dir eine individuelle Einstellung und schützen dich zusätzlich vor neugierigen Blicken. Gleichzeitig kannst du selbst, z. B. durch die schräg gestellten Lamellen einer Jalousie, ungehindert ins Freie sehen.

Sonnenschutzvertreter dieses Genre garantieren eine lange Haltbarkeit. Sie sind leicht zu pflegen und fügen sich durch ihre große Auswahl an Farben und Mustern fast in jedes Ambiente ein. Bedenke aber, dass du für dein Wohn- und Arbeitszimmer eher einen Sicht- und Blendschutz in Form einer Jalousie benötigst, der das Licht an der Fensterscheibe empfängt und reguliert. Im Schlafzimmer dagegen macht unter Umständen ein speziell beschichteter Stoffrollo mehr Sinn, weil er dort komplett verdunkelt und dich leichter einschlafen lässt.

Einbauküchen für junge Leute

Einbauküchen für junge Leute

Wenn junge Menschen in die erste eigene Wohnung ziehen, ist meist nicht so viel Geld da. Trotzdem: Eine Einbauküche sollte es dann doch sein. Worauf achtet man da? Und wie lassen sich die Ansprüche junger Menschen mit den aktuellen Küchentrends 2020 vereinbaren?

Was die Einbauküche etwas schwierig macht, ist die maßgerechte Anpassung an die Wohnung, in die sie gebaut wird. Das sind also Küchenmöbel, die beim nächsten Umzug nicht mitgenommen werden. Für junge Menschen, die insbesondere während Ausbildung und Studium häufiger umziehen, kann das eine enorme finanzielle Belastung werden. Daher wird häufig die Einbauküche vom Vermieter übernommen und die eigene Einbauküche auch entsprechend weitergegeben. Das ist aber nicht immer möglich.

Küchentrends 2020: Es darf schlicht sein

Die Küche muss im Jahr 2020 gar nicht so edel aussehen. Kostenintensive Materialien sind im Moment nicht angesagt, statt dessen soll der Nutzraum Küche Spaß machen und im Idealfall gar als Wohnraum dienen können. Die stahlglänzenden, funktionalen Oberflächen vergangener Dekaden sind natürlichem Holz und pflegeleichten beschichteten Oberflächen in Holzoptik gewichen. Zu weißen Möbeln und Küchenmobiliar in Holzoptik kommen Oberflächen, die an Stein erinnern. Glas ist immer noch beliebt, und es darf auch glänzen in der Küche. Das gilt insbesondere für die farbigen Highlights: Ein bisschen bunt muss es schon sein! Ob Kühlschrank, ein einzelner Küchenschrank, die Sitzgruppe oder eine Wand – knallige Farben geben der ansonsten schlicht gestalteten Küche Pep. Und das sind sieben Farbkombinationen, die 2020 bei jungen Leuten beliebt sind:

  • glänzendes Weiß mit wenig Schwarz und gebürstetem Edelstahl als Kontrastpunkt
  • Weiß und Anthrazit mit leuchtendem Grasgrün
  • <li]Cremeweiß, Anthrazit und Lippenstiftrot <li]Fichtenholz und Weiß mit Fliederfarben <li]Eiche mit Weiß und Türkis <li]Eiche mit Graphit und Flaschengrün <li]Seeahorn mit Taubenblau

Farblich ist da also ganz viel möglich, und die meisten angesagten Kombinationen sind auch für junge Leute leitbar – beispielsweise bei Einrichtungsspezialisten wie porta.de. Dort gibt es übrigens nicht nur die angesagten, farbigen Küchen, sondern auch Einbauküchen in dezenterem Design, die sich in Altbauwohnungen integrieren lassen und sogar mit Uromas Möbeln gut passen. Denn auch Vintage liegt im Trend!

Elektronik einbauen oder nicht?

In dieser Frage gibt es auch 2020 keinen klaren Trend, es ist weiterhin alles möglich. Kühlschränke, Backöfen und Gefrierschränke zeigen seit einigen Jahren auffällige bunte Designs, die nur frei stehend so richtig zur Geltung kommen. Das kann in einer eher schlichten Einbauküche das farbige Highlight sein. Einbau-Elektrogeräte sind aber immer noch beliebt. Wofür sich junge Leute entscheiden, ist dann auch ein wenig eine Frage des Budgets: Während die Einbauküche beim Umzug in der Wohnung bleibt, kommen die losen Elektrogeräte in der Regel mit.

Fazit: Einbauküchen können sich auch junge Leute leisten!

Einbauküchen sind inzwischen weniger eine Frage des Trends als vielmehr ein Muss: Sie sehen einfach schöner aus und vermitteln ein wohnliches, angenehmes Gefühl. Da die Küche auch bei jungen Leuten der Mittelpunkt der Familie ist, verbindet sich hier Kochen und Wohnen. Klar, dass die Einrichtung dann stimmig sein muss. Und Einbauküchen sind nicht mehr so kostenintensiv wie noch vor einigen Jahren.

Bildrechte: © Skitterphoto @ pixabay.com